26.04.2017 09:38 |

Frostschäden:

Erdbeeren hat es schlimm erwischt

Der späte Frost hat in der Steiermark seine Spuren hinterlassen: Auf immer mehr landwirtschaftlichen Flächen werden Schäden sichtbar, leider hat es auch die Erdbeerbauern einmal mehr schwer erwischt. Dennoch herrscht unter den Bauern Optimismus. Wenn am Wochenende nur keine neuerliche Frostnacht kommt.

"Bei den Kulturen in den niedriger gelegenen Lagen ist viel kaputt gegangen, in der Höhe schaut’s besser aus", erzählt Jungbäuerin Melanie Hostniker aus Eggersdorf. "2000 Dahlien-Zwiebel sind mir abgefroren. Und das in der Halle!", betont Blumenbäuerin Herta Schaffler aus Zettling. "Bei uns hat’s einige Kulturen erwischt. Wenn’s so bleibt, kommen wir aber mit einem blauen Auge davon", sagt Josef Nuster, der in Höf-Präbach einen Obstbaubetrieb führt.

Es wird nicht gesudert
Eines fällt bei unserem Rundgang am Kaiser-Josef-Markt in Graz auf: Trotz der erlittenen Schäden wird nicht gesudert. Schlechte Erfahrungen härten ja auch ab: 200 Millionen Euro Schaden richtete der Spätfrost im Vorjahr in der Steiermark an, da tun die aktuell skizzierten 35 Millionen Euro offenbar nicht mehr soo weh.

Viele Sorten betroffen
Äpfel, Birnen, Marillen, Kirschen, Wein, Erdbeeren, Holunder. Die Liste der betroffenen Kulturen wird von Tag zu Tag länger. "Bei den Himbeeren und Heidelbeeren schaut’s nicht so schlecht aus, dafür dürfte bei den Erdbeeren viel abgefroren sein", hieß es am Dienstag aus der Landwirtschaftskammer. Auch die Holunderbauern haben es nicht leicht: "Die lange Trockenheit und der starke Wind haben der empfindlichen Pflanze schon in den letzten Wochen stark zugesetzt. Und jetzt noch der Frost - das schaut nicht gut aus", so die Experten.

Zittern vor "gefährlicher Nacht"
Noch eines haben die leidgeprüften Landwirte gemeinsam: Die große Hoffnung, dass es das nun war mit dem zerstörerischen Minus. Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie kann jedoch nur etwas beruhigen: "Die gefährlichste Nacht wird die von Samstag auf Sonntag. Wir gehen aber davon aus, dass es im Süden nicht kälter als minus ein Grad wird".

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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