18.04.2017 09:45 |

Viertes Todesopfer

Erneut kritischer Journalist in Mexiko erschossen

Unbekannte haben in Mexiko erneut einen Journalisten auf offener Straße erschossen. Maximino Rodriguez Palacios wurde am Freitag vor einem Geschäft im Bundesstaat Baja California Sur im Nordwesten des Landes getötet, als er mit seinem Auto dort hielt, wie sein Arbeitgeber, das Nachrichtenportal "Colectivo Pericu", berichtete.

Seine Frau, die auf einen Rollstuhl angewiesen sei, sei bei dem Mordanschlag in der Stadt La Paz dabei gewesen, selbst aber unverletzt geblieben. Die mexikanische Staatsanwaltschaft bestätigte den Mord an dem 71-jährigen Journalisten. Die Ermittler untersuchten derzeit Patronenhülsen vom Tatort. Dem Nachrichtenportal zufolge sollen die Täter schwere Waffen verwendet haben.

Nach ersten Berichten fielen die Schüsse auf Rodriguez, als dieser auf einem Behindertenparkplatz hielt und nach einem Rollstuhl für seine Frau fragte. "Colectivo Pericu" forderte die Behörden auf, die Tat aufzuklären sowie "die vielen anderen Verbrechen, die nicht geahndet wurden".

Mit Rodriguez ist bereits der vierte Journalist innerhalb von sechs Wochen in Mexiko getötet worden. Mexiko wird von Drogenkriminalität geplagt und steht nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen bei der Zahl getöteter Journalisten an dritter Stelle hinter Syrien und Afghanistan. Laut einer Sprecherin der Organisation habe Rodriguez in seiner langen Karriere "sehr stark, sehr kritisch" berichtet.

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