12.04.2017 09:22 |

Antworten gefordert

WWF befürchtet erste tote Fischotter in NÖ

Mit dem Bescheid der niederösterreichischen Landesregierung an die Teichwirte und den Landesfischereiverband dürfen seit dem 3. April 40 Fischotter gefangen und dann getötet werden. Der WWF verlangt nun nach einer Bekanntgabe, ob die ersten Tiere bereits entnommen und geschossen wurden.

"Wir nehmen die Sorgen der Fischer und Teichwirte über den Fischrückgang in unseren Gewässern ernst und führen auch den entsprechenden Dialog, aber ein gutes und funktionierendes Management beginnt ganz sicher nicht mit der letzten Stufe - der Tötung der Tiere. Es braucht Einzäunungen von Teichen sowie völlig andere Besatzmaßnahmen als wie bisher - und es braucht vor allem einen Managementplan, der diesen Namen auch wirklich verdient, also einen Plan, der mit allen relevanten Stakeholdern auf einer soliden Datenbasis erarbeitet wurde", so Christian Pichler, Artenschutzexperte beim WWF.

Antworten von Regierung gefordert
Unklar ist, ob die ersten Otter schon eingefangen wurden. "Der Bescheid erlaubt das sofortige Fangen der Otter. Die niederösterreichische Landesregierung ist jetzt gefordert, über den aktuellen Status zu berichten. Wurden die ersten Tiere gefangen, wie viele und wo wurden die Tiere gefangen, waren die Tiere unverletzt, wurden weibliche Tiere gefangen und wer hat die Tiere getötet?", fordert Pichler Antworten ein.

WWF will Beschwerde bei Gericht einlegen
Verschiedenste namhafte Tierschützer und Experten vertreten nach wie vor die Ansicht, dass der Bescheid zur Entnahme der Fischotter auf Grund der lückenhaften Datenlage niemals hätte ausgestellt werden dürfen. "Die Tötung von 40 Fischottern löst kein Problem und ist kein praktikabler Ansatz für den Artenschutz", so Pichler. Nach der Übergabe der Petition mit mehr als 22.000 Unterschriften werde der WWF als nächsten Schritt den juristischen Weg einschlagen und eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht Niederösterreich einbringen.

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