Di, 23. Oktober 2018

Fleißige Räumer:

16.01.2017 15:27

Schnee-Heinzelmänner arbeiten rund um die Uhr

Die Eibergstraße von Kufstein bis Söll (10 km) ist die wichtigste Verbindung vom südbayerischen Raum in die Skigebiete in und um Kitzbühel. Dementsprechend wichtig ist es, sie möglichst schneefrei zu halten.

Der starke Schneefall in den vergangenen Tagen war nicht nur für Tausende Pkw-Lenker mühsam - die "Krone" berichtete ausführlich. Wenn der Winter mit all seiner Kraft Einzug hält, heißt es auch bei den Männern der Straßenmeisterei Kufstein Kräfte bündeln. Sie sind mitunter für eine der wichtigen und auch sehr gefährlichen Straßenverbindungen, jene von Kufstein nach Söll, verantwortlich. Diese nützen am Wochenende nicht nur Tausende Skifahrer aus, um in die Skigebiete Skiwelt Wilder Kaiser, Kitzbühel etc. zu pilgern. Für die Männer der Straßenmeisterei Kufstein ist sie eine große Herausforderung.

Rund 370 Kiloemeter Bundesstraße sind zu betreuen

Eines der fleißigen Heinzelmännchen ist der 53-jährige Kufsteiner Walter Thaler. Er und weitere elf Mann waren zuletzt nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um die rund 370 Kilometer Bundesstraße, für die die Straßenmeisterei Kufstein zuständig ist, frei und damit sicher zu halten. Darunter auch die erwähnte Eibergstraße. Beim "Krone"-Lokalaugenschein steuert Thaler einen 26 Tonnen schweren Allrad-Lkw mit einem knapp vier Meter breiten Schneepflug an der Frontseite. Auf der Ladefläche, genannt "Salzaufbau", führt er sieben Kubikmeter reines Salz mit. Es erfordert viel Geschick, Können und Erfahrung, dieses 26-Tonnen-Ungetüm mit drei Achsen zu chauffieren. Denn dabei muss nicht nur der immense Verkehr auf dieser "Urlauberroute" im Auge behalten werden, sondern noch dazu der Schneepflug mit der "Schwebesteuerung" individuell zur Räumung an die Straße angepasst und mit einem weiteren Steuergerät der Salzfluss auf die Straße dosiert werden. "Gerade bei den Steigungen am Eiberg verwende ich mehr Salz, da hier oft Lastwagen aus dem Ausland mit Sommerreifen hängen bleiben", erklärt Thaler.

Ärger mit überholenden Pkw-Lenkern

Am ärgerlichsten seien aber jene Urlauber, die glauben, schneller als der Schneepflug sein zu müssen. "Obwohl man sie darauf hinweist, hinter dem Räumfahrzeug zu bleiben, überholen sie mit überhöhtem Tempo." Dass der eine oder andere Pkw wenig später in einer Schneeverwehung steckend oder im Straßengraben am Dach liegend wieder auftaucht, ist daher schon vorgekommen. Aber auch dann zeigen die Heinzelmänner der Stadtmeisterei Kufstein viel Herz und leisten Hilfe.

Hubert Berger/Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.