Do, 20. September 2018

Am Paulitschsattel

15.01.2017 18:07

Zu lockere Grenzkontrollen zu Slowenien

Wegen des Flüchtlingsstroms wurden Mitte September 2015 wieder Kontrollen an der Grenze zu Slowenien eingeführt. Der Paulitschsattel bei Bad Eisenkappel scheint aber völlig verwaist. Dort stehen weder Polizisten noch Soldaten. Ein offener Grenzbalken lädt zur Einreise, und das, obwohl der Übergang gesperrt ist.

So wie der gesetzliche Grenzschutz, der ja eigentlich zur "Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit" in Kraft getreten ist, hier gehandhabt wird, kann er wohl nicht viel bringen. Jeder kann über den Paulitschsattel ungehindert ein- und ausreisen, und das zu jeder Zeit.

Dabei gilt für den Grenzübergang eine fünfmonatige Wintersperre - und zwar vom 2. November bis 31. März. Eine Ausnahme besteht nur für Anrainer.

Und für sie steht der Grenzbalken offenbar auch Tag und Nacht offen. Der Polizei ist dieser ungesicherte Übergang schon länger ein Dorn im Auge. Die zuständigen Behörden scheinen sich hingegen daran nicht zu stoßen.

"Wir haben bereits mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen. Wieso der Schranken noch offen steht, kann ich aber nicht beantworten", erklärt Polizei-Oberst Hannes Dullnig.

Bürgermeister Franz Josef Smrtnik ist sogar "sehr froh" darüber, dass der Schranken nicht geschlossen ist: "Es gibt den Anrainerverkehr. Auch Bauarbeiter sowie Menschen, die in unmittelbarer Grenznähe Grundstücke haben, nutzen den Übergang. Sie alle bräuchten einen Schlüssel."

Christian Spitzer
Christian Spitzer

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