Mo, 21. Jänner 2019

Weihnachten

24.12.2016 12:28

Tausende Christen feiern im Heiligen Land

Tausende Christen aus aller Welt haben sich zu Weihnachten in Bethlehem zu traditionellen Feierlichkeiten versammelt. Nach christlicher Überlieferung steht die Geburtskirche in Bethlehem an jenem Ort, an dem Jesus zur Welt kam. Zu den Feiern kommen arabische Christen sowie Pilger. Kirchenführer im Heiligen Land riefen in einer gemeinsamen Weihnachtsbotschaft zum Schutz und Respekt aller Religionen und religiösen Rituale auf.

Rund 40 Hotels mit etwa 5000 Zimmern sind über die Feiertage in Bethlehem fast voll ausgebucht. Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche steht ein riesiger, geschmückter Weihnachtsbaum mit einem Stern auf der Spitze.

Im Dezember wird im Heiligen Land mit rund 120.000 Touristen gerechnet, wie das israelische Tourismusministerium mitteilte. Davon seien etwa die Hälfte Christen. Die Zahl der Christen im Heiligen Land sinkt seit Jahren, in Israel und in den Palästinensergebieten machen sie nur noch zwei Prozent der Bevölkerung aus.

In Jerusalem brach am Samstag unter Glockengeläut die traditionelle Weihnachtsprozession nach Bethlehem auf. An der Spitze steht in diesem Jahr der Leiter des lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa. Er zelebriert später auch die Mitternachtsmesse in der St. Katharinenkirche neben der Geburtskirche in Bethlehem.

Vor Weihnachten bezeichnete Pizzaballa die Situation der Christen in Syrien, im Irak und in Ägypten als "absolute Tragödie". "In diesen Ländern, den Wiegen unserer Kultur, scheint der Teufelskreis der Gewalt, der dort herrscht, hoffnungslos und endlos", sagte er.

Kirchenführer rufen zu religiösem Respekt auf
"Der bestehende religiöse Status der heiligen Stätten und der kirchlichen Institutionen schützt die verletzliche und delikate Situation", riefen Kirchenführer im Heiligen Land zum Schutz und Respekt aller Religionen und religiösen Rituale auf.

Gleichzeitig riefen die Kirchenführer laut Kathpress die politisch Verantwortlichen auf, den "Weg des Friedens mit Gerechtigkeit und Versöhnung für das Allgemeinwohl aller" zu gehen. Die Angst vieler Menschen in Nahost "vor Krieg, Gewalt, Blutvergießen, Vertreibung, Unterdrückung und, zu allererst, jeder Art von Verfolgung" halte an.

Unterzeichnet wurde die Weihnachtsbotschaft unter anderen vom griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, Theophilos III., Pizzaballa, sowie Franziskanerkustos Francesco Patton.

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