Di, 17. Juli 2018

Kommunalwahlen

01.10.2006 20:03

Opposition übernimmt Führung in den Komitaten

Bei den Kommunalwahlen in Ungarn ist es am Sonntag zu einer Führung der Opposition in den Komitaten gekommen. Laut aktuellen Umfragen führt die rechtskonservative Oppositionspartei „Fidesz-Ungarischer Bürgerverband“ gemeinsam mit ihrem Verbündeten, den Christdemokraten, in den Komitatsräten.

Die Wahlen begannen Sonntag früh um 06.00 Uhr und enden um 19.00 Uhr. Die Stimmabgabe verlief weitgehend ohne Zwischenfälle. Im südungarischen Paks brach ein alter Mann vor dem Wahllokal zusammen und verstarb. In einigen Wahlsprengeln in Budapest sowie in einer Ortschaft in Nordungarn fiel zur Zeit der Öffnung der Wahllokale um 06.00 Uhr der Strom aus, die Stimmabgabe musste bei Kerzenlicht begonnen werden. Die Probleme wurden jedoch bald behoben.

Hochburg Budapest fällt nicht
Mit Spannung erwartet wurde vor allem das Ergebnis der Wahl in Budapest, das nach den Prognosen aber nicht den übrigen Trends folgt: In Budapest führt der seit 16 Jahren regierende liberale Bürgermeister Gabor Demszky vor seinem Herausforderer Istvan Tarlos, der als Unabhängiger von den rechtskonservativen Parteien unterstützt wird. Der langgediente Bürgermeister könnte seinem Konkurrenten laut Umfragen sogar noch ein Mandat abnehmen.

Geringe Wahlbeteiligung im ganzen Land
Im Jahr 2002 waren insgesamt 51,11 Prozent der Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen - das bedeutete damals den höchsten Wert seit den ersten freien Wahlen 1990. Diesmal haben offenbar auch die Proteste gegen die sozialliberale Regierung von Ferenc Gyurcsany, die in Budapest auch zu schweren Ausschreitungen geführt hatten, nicht zur Mobilisierung der Wählerschaft beigetragen. Nach Angaben des zentralen Wahlbüros in Budapest haben nur 41,65 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung teilgenommen und damit um fast zehn Prozentpunkte weniger als vier Jahre zuvor.

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