Kurioser Unfall

Militär-Jet blieb in Wiese stecken

Ein unerwünschter Bodenkontakt legte am Flughafen Hörsching ein Zwölftel unserer Luftwaffe lahm: Ein Abfangjäger „landete“ beim Start neben der Piste in einer Wiese. Der Pilot hatte in einem Handbuch gelesen und deshalb den Pistenrand übersehen! Die Feuerwehr barg den Flieger, der Airport war zwei Stunden lang gesperrt.

Peinlich, peinlich: Dienstag um 19.50 Uhr sollte der F 5-Abfangjäger „Tiger“ des Überwachungsgeschwaders von der Rollbahn starten. Dabei fuhr der Pilot eine Schleife Richtung Pistenende, um zusätzlich 300 Meter „Anfahrtsweg“ zu gewinnen. Doch statt in die Lüfte ging´s in die Wiese: Laut oberösterreichischem Militärkommando gab der Pilot später an, dass er vorschriftsmäßig im Handbuch gelesen und den Pistenrand übersehen habe. Die Sicht im Cockpit sei zu dieser Zeit wetterbedingt sehr schlecht gewesen. Der Militär-Jet schlitterte zehn Meter weit in die „Prärie“, bis der Pilot den unfreiwilligen Ausflug ins Grüne stoppen konnte.

Die Flughafenfeuerwehr hob den havarierten Flieger mit Luftballons an und barg ihn dann. Ersten Meldungen zufolge dürfte er unbeschädigt sein. Zwei Techniker wurden aber zum Durchchecken aus Graz geholt.

Das Bundesheer hat von der Schweiz für zwei Jahre zwölf zwischen 25 und 30 Jahre alte F 5-Flieger geleast: um 75 Millionen Euro!

 

 

 

Foto: Sepp Pail

Sonntag, 16. Mai 2021
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