So, 22. Juli 2018

Pfarre Feldbach

27.12.2015 22:05

Unterwegs mit den Sternsingern

Bis zum 6. Jänner sind wieder etwa 13.000 zumeist junge Steirerinnen und Steirer für die Dreikönigsaktion im Land unterwegs. Die Sternsinger verkünden die Botschaft von Christi Geburt, segnen die Häuser und sammeln Spenden für Entwicklungsländer. Die "Steirerkrone" hat am Sonntag eine Gruppe in Feldbach begleitet.

"Danke, dass ihr gekommen seid! Und ein gutes neues Jahr", ruft der ältere Herr Sarah, Nadine, Maria und Victoria nach ihrem kurzem Besuch nach. Nichts ungewöhnliches: Wenn die vier Mädchen anläuten, zaubern sie Lächeln in viele Gesichter. Die Türen öffnen sich, oft werden sie ins Innere gebeten. Andere Bewohner empfangen die Sternsinger an der Haustür. Fast immer ist die Stimmung freundlich.

Sarah ist die Sternträgerin und hat als erste einen Solo-Auftritt: "Ich trage den Stern, ich führe euch an. Die freudige Botschaft verkünde ich dann." Nach einem Lied sind die anderen an der Reihe: "Caspar" Nadine ("Wir bringen euch Frieden, Glück und Segen"), "Melchior" Maria und "Balthasar" Victoria. Alle sind textsicher, von Nervosität keine Spur.

Hilfsbereitschaft, Süßigkeiten und liebe Hunde
Sternsingen ist für die vier Oststeirerinnen fast schon Routine. Zum dritten Mal sind sie heuer unterwegs. Warum macht ihr mit? "Wir singen gerne." "Um armen Menschen zu helfen." "Es gibt Süßigkeiten." "Wir können einige liebe Hunde streicheln." Und ja: Zwischen den Hausbesuchen bleibt auch etwas Zeit zum Tratschen. "In der Schule kommen wir nicht so viel dazu, unsere Lehrerin ist eher streng", kichern die Schulkolleginnen aus der vierten Klasse Volksschule.

Obwohl sie von der Früh bis zum Abend unterwegs sind, kennen sie keine Müdigkeit. "Erst zuhause auf der Matratze schlafen sie sofort ein", lacht Michaela Baumgartner. Die Pastoralassistentin organisiert das Sternsingen in der Pfarre Feldbach - eine große logistische Aufgabe: Es gibt 36 Gruppen, fast 150 Personen machen mit, zumeist Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren; aber auch Jugendliche und Erwachsene stellen sich in den Dienst der guten Sache.

Ein kleiner Wettkampf zwischen den Gruppen
"Es ist uns wichtig, flächendeckend alle Haushalte zu erreichen", sagt Dechant Friedrich Weingartmann. Bevor die Gruppe loszieht, hält der Priester noch eine kurze "Einsatzbesprechung" ab: "Immer grüßen, laut und langsam sprechen, und nicht laut auflachen", bittet er freundlich.

Bei Sarah, Nadine, Maria und Victoria sind diese Tugenden ohnehin selbstverständlich. Sie sind, geben sie zu, auch etwas ehrgeizig. Am Abend wird ausgezählt, wie viel Geld für die gut 500 Sozialprojekte in aller Welt gesammelt wurden. "Es ist ein kleiner Wettkampf zwischen den Gruppen", schmunzeln die Mädchen, ehe sie bei der nächsten Tür anläuten.

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