Fr, 22. Juni 2018

Nun kommen Familien

17.12.2015 19:34

300 jugendliche Flüchtlinge verlassen Leoben

Seit Wochen sorgen 300 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge in der früheren Leobner "Baumax"-Halle für Aufregung. Negativer Höhepunkt war eine Massenschlägerei Anfang Dezember. Am Freitag sollen sie die Montanstadt verlassen. Doch die Halle bleibt eine Unterkunft für Asylwerber, jetzt kommen primär Familien.

Die Konzentration einer so hohen Zahl von jugendlichen Flüchtlingen auf einem Ort ist gescheitert. Die 300 Minderjährigen, die ohne Eltern nach Österreich gekommen sind, werden am Freitag auf Quartiere in Kärnten und Salzburg aufgeteilt, sagt Innenminsteriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck.

Für den Leobner Bürgermeister Kurt Wallner (SP) ist das ein "Erfolg, denn die Belastung für unsere Stadt war enorm". Doch die Halle bleibt eine Asylunterkunft für etwa 400 Personen: Zu den bereits hier lebenden gut 100 Personen im Familienverband kommen bald weitere 300. "Ich appelliere an die Leobner Bevölkerung, dieser Lösung eine Chance zu geben", sagt Wallner.

Aufregung um Ex-Hotel
Kurzzeitig Aufregung gab es auch im Ortsteil Donawitz: Gerüchten zufolge soll das frühere Werkshotel der Voestalpine als Flüchtlingsquartier im Gespräch sein. Das Innenministerium bestätigt Gespräche; der Eigentümer betont aber, dass hier keine Asylwerber einziehen werden. Laut "Krone"-Infos ist ein Projekt im Sozialbereich geplant.

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