20.10.2015 09:43 |

Intrigenspinner

Was tun, wenn Kollegen das Arbeitsklima vergiften

Man sollte meinen, dass ein harmonisches, konstruktives Miteinander im Interesse aller zusammen arbeitenden Menschen liegt. Für viele trifft das auch zu, einige scheinen jedoch nur dann wirklich glücklich zu sein, wenn sie Unfrieden und Zwietracht verbreiten können. Was Sie gegen derartige Kollegen tun können, erfahren Sie hier.

Keine Frage - an keinem Arbeitsplatz der Welt ist immer alles eitel Wonne und Sonnenschein. Konflikte gehören dazu. Und man darf sich auch über seine Kollegen ärgern, wenn diese ein seltsames Verhalten an den Tag legen oder sich einmal unfair verhalten haben. Üblicherweise schafft man es aber, diese Konflikte wieder beizulegen. Sei es, weil die Zeit alle Wunden heilt. Oder weil man sich ausspricht und zu einer Lösung findet.

Anders sieht es aus, wenn man im Büro einen Kollegen hat, der gezielt Unfrieden stiftet. Er lästert hinter dem Rücken anderer über deren vermeintliche Schwächen. Er verbreitet Gerüchte über deren Arbeitsweise, meist gezielt über deren Faulheit, Unpünktlichkeit oder Fehler, die diese Kollegen seiner Meinung nach begangen haben. Der Lästerer weiß immer genau, was bei anderen nicht passt, und nutzt dieses Wissen oder gezielte Verleumdungen, um sich selber einen Vorteil zu verschaffen - sei es als beliebte Quelle für Informationen oder um seine eigene Position bei anderen Kollegen oder Vorgesetzten zu stärken.

Als Betroffener merkt man die Auswirkungen meist nur indirekt. Die Stimmung am Arbeitsplatz ist auf einmal aus unerfindlichen Gründen schlechter. Man wird von einzelnen Kollegen gemieden, der Chef ist unfreundlicher zu einem. Fragt man nach, erhält man ausweichende Antworten. Man fühlt sich zwangsläufig ausgeschlossen, alleine gelassen und leidet unter der schlechten Stimmung. Und damit beginnt auch die Arbeitsleistung zu leiden.

Verbündete suchen
Sie sollten zunächst versuchen, sich Klarheit zu verschaffen, was gerade passiert. Meist hat man eine Vermutung, wer der Unruhestifter ist. Suchen Sie den Kontakt zu anderen Kollegen, die zwar den Kontakt zu diesem Kollegen, aber ein neutrales, nicht freundschaftliches Verhältnis zu ihm haben. Fragen Sie nach, was los ist. Sie können offen ansprechen, dass Sie die Verschlechterung im Arbeitsklima bemerkt haben und dass Sie das Gefühl haben, der Auslöser zu sein. Meist lässt sich so indirekt herausfinden, welche Gerüchte gestreut wurden.

Das offene Gespräch suchen
Sprechen Sie direkt mit dem Kollegen, der sich durch eine vermeintliche Verhaltensweise Ihrerseits bzw. durch die falsche Gerüchteküche auf den Schlips getreten fühlt. Legen Sie Ihre Version der Dinge dar und versuchen Sie, gemeinsam eine Klärung zu bewirken.

Was tun mit dem Intriganten?
Leider gibt es hier nicht sehr viele Möglichkeiten, da diese Menschen eine sehr eigene Persönlichkeitsstruktur haben. Sie fühlen sich selbst dadurch gut, dass sie andere Menschen schlechtmachen, und brauchen diese Erfahrung. Das kann man kaum jemandem abgewöhnen. Schätzen Sie daher selbst ab, ob ein offenes Gespräch mit dieser Person helfen kann oder nicht. Glauben Sie, dass ein Gespräch kontraproduktiv wäre, gibt es nur mehr eines: den Kontakt auf das Notwendigste reduzieren. Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln, in dem derjenige persönliche oder strategisch wichtige Informationen von Ihnen bekommen könnte.

Stärken Sie Ihr eigenes Netzwerk. Sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst viele Kollegen auf Ihrer Seite haben. Sprechen Sie Ihre Beobachtungen offen an und sagen Sie, dass Sie das Intrigenspinnen nicht unterstützen. Bitten Sie auch andere darum, das Lästern zu unterbinden, wenn diese Person wieder damit beginnt. Schließlich ist ein gutes Arbeitsklima im Interesse aller Kollegen.

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