An einem Dienstagabend Ende Februar schnappt sich der 16-Jährige den Golf seines Vaters, gerät in eine Polizeikontrolle - und gibt Gas. Zwei Beamte können sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Mit 150 km/h rast der Installateurlehrling davon.
Zwei Überholvorgänge enden fast im Graben, entgegenkommende Pkw können nur knapp ausweichen. Eine Polizeistreife, die ihn anzuhalten versucht, wird von ihm mehrfach abgedrängt. Als es endlich gelingt, den Raser zu stoppen, wehrt er sich noch krampfhaft gegen die Festnahme. Zwei Polizisten werden bei der Amsthandlung verletzt.
"Ein wirklich massiver Vorfall", betont Richterin Angelika Hacker am Montag in Graz. "Ich hatte Panik, Angst vor meinem Vater, vor der Strafe und um den Führerschein", erklärt der Jugendliche. Gerade erst hatte er sich für den L 17 angemeldet. "Ich wollte nur eine Runde fahren, wissen, wie es ist." Auf die Frage, warum er nicht einfach stehen geblieben ist, als die Polizei ihn stoppen wollte, kommt eine der Standardantworten vor Gericht: "Ich war blöd und dumm!"
Das Urteil: Schmerzensgeld für die Polizisten und zwei Monate auf Bewährung. Er erbat sich Bedenkzeit, nicht rechtskräftig.
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