Wohncontainer

Kaserne Fehring könnte Asyl-Massenquartier werden

Steiermark
19.05.2015 16:00
Kein Ende der Flüchtlingswelle in Sicht: Nun werden in Österreich die Kasernen für Asylwerber geöffnet. Auf der Liste steht auch die Hadik-Kaserne in Fehring. Hier könnten Wohncontainer für Hunderte Menschen entstehen – ob und wann ist noch offen. Die steirische Politik lehnt das aber ab.

Ein wenig erinnert die Vorgehensweise an jene beim Haus Semmering im vergangenen Herbst. "Mit der Gemeinde hat niemand gesprochen", sagt der Fehringer Bürgermeister Johann Winkelmaier am Dienstag. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Fehring auf der Liste jener Kasernen steht, die das Verteidigungsministerium für die Unterbringung von Flüchtlingen angeboten hat. Im Gegensatz zu anderen Standorten ist aber offen, ob das Angebot vom Innenministerium angenommen wird – und wenn ja, wann.

Bürgermeister Winkelmaier hat mit den Plänen keine Freude: "Für unsere Struktur wären Hunderte Flüchtlinge nicht tragbar. In kleinen Einheiten haben wir bereits etwa 25 Asylwerber im Ort, deren Integration funktioniert gut. Viel besser wäre es, wenn wir das weiter ausbauen." Angebote von Gemeindebürgern würde es geben.

"Steiermark erfüllt Asylquote"
Ablehnend äußerst sich auch Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser: "Aus meiner Sicht gibt es keine Grund, die Kaserne Fehring für Flüchtlinge zu öffnen. Die Steiermark erfüllt ihre Aufnahmequote seit Dezember und wird das auch in Zukunft machen."

Die Flüchtlingsunterbringung könnte parallel zum militärischen Betrieb laufen. Im Herbst 2014 hieß es zwar, dass die Kaserne Fehring geschlossen wird, ein konkretes Datum fehlt aber.

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