03.11.2014 13:50 |

Stichwahl nötig

Ponta bei Präsidentenwahl in Rumänien vorne

Bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien hat Ministerpräsident Victor Ponta von den Sozialdemokraten die erste Runde gewonnen. Doch da er sich keine absolute Mehrheit sichern konnte, wird er in die Stichwahl gehen müssen. Dort kommt es am 16. November zum Duell mit dem Zweitplatzierten, Liberalen-Chef Klaus Johannis.
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Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmzettel kommt Ponta nach Angaben des Zentralen Wahlbüros auf 40,3 Prozent der Stimmen, der deutschstämmige Johannis auf 30,4 Prozent. Der Bürgermeister von Sibiu konnte damit die von ihm angestrebte 30-Prozent-Marke überschreiten. Dritter wurde der liberale Ex-Premier Calin Popescu Tariceanu mit 5,4 Prozent der Stimmen. Alle anderen der insgesamt 14 Kandidaten rangierten weit abgeschlagen.

Gravierende Probleme bei Wahllokalen im Ausland
Erstmals bei einer Präsidentschaftswahl gab es bei den Wahllokalen im Ausland gravierende Probleme: lange Warteschlangen, zu wenig Stempel und Formulare und die Verweigerung der Verlängerung der Öffnungszeiten. Die Opposition beschuldigt die Regierung, die Stimmabgabe vieler Auslandsrumänen verhindert zu haben.

In vielen europäischen Großstädten warteten Tausende Rumänen vergeblich, um ihre Stimme abzugeben. Auch in Wien musste man mit mehrstündigen Wartezeiten rechnen. In Österreich zählt die Gemeinschaft der Menschen mit rumänischer Herkunft laut Statistik Austria rund 80.000 Personen. In London und Paris entstanden spontane Straßenproteste, die Polizei war im Einsatz.

In Bukarest selbst versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Außenministerium, um gegen die "Demütigung " der Auslandsrumänen zu demonstrieren. Sie forderten, wie auch der scheidende Staatschef Traian Basescu, den Rücktritt von Außenminister Titus Corlatean und des Ministers für die Auslandsrumänen, Bogdan-Dragos-Aureliu Marian-Stanoevici.

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