Seit einem Stromunfall, bei dem er am 3. Juli 2010 zudem einen Teil des linken Arms verlor, ist der heute 39-jährige Patrick P. an den Rollstuhl gefesselt. Dass er sein Leben meistert, verdankt er der Mutter, die sich für ihn aufopfert, und vielen Bekannten, mit denen er sich regelmäßig trifft. Deshalb machte sich seine Mutter auch keine Sorgen, als der 39-Jährige am Dienstagabend nicht heimkam: "Ich hab' ihn bei einem Freund geglaubt."
Rollstuhlfahrer in Waldstück entdeckt
Als Patrick Mittwoch früh immer noch nicht daheim war, rief Sybille P. in ihrer Verzweiflung den Bürgermeister Raimund Hager an: "Er hat sofort einen Suchtrupp zusammengestellt. Danke an alle Einsatzkräfte!" Rund drei Kilometer vom Elternhaus entfernt hörten die Helfer gegen neun Uhr plötzlich Schreie, die aus einem steil abfallenden Waldstück drangen.
Die Einsatzkräfte kletterten hinab und entdeckten den vermissten 39-Jährigen. Dieser hatte sich bei seinem rund 30 Meter tiefen Sturz zwei Oberschenkelbrüche sowie Verletzungen an Kopf und Brust zugezogen. Zudem hatte dem Mann auch die Nacht im Freien schwer zugesetzt.
Technischer Defekt an Rollstuhl
Laut Polizei dürfte rund zehn Stunden zuvor ein technischer Defekt beim Rollstuhl aufgetreten sein, der 39-Jährige kam von der Straße ab und stürzte über die Böschung. Weil er keine Luft mehr bekam, löste der Verunglückte den Sicherheitsgurt. Er fiel seitlich in ein Gebüsch und war bei Regen seinem Schicksal hilflos ausgeliefert. Die Feuerwehr barg den Schwerverletzten, der 39-Jährige wurde per Heli ins Krankenhaus geflogen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.