In Ennser Disco

Nach Großbrand herrscht Einsturzgefahr

Einsturzgefährdet ist die Diskothek „Fledermaus“ in Enns, die Raub eines Großbrandes geworden ist. Sonntag früh hieß es zwar „Brand aus“, aber die Kripo muss auf schweres Gerät warten, um die Brandursache zu finden. „Das Dach kann jede Minute einbrechen“, sagen Feuerwehrleute. Zwei weitere Geschäfte sind wegen Wasser- und Rauchschaden dicht.

Polizeihunde, die auf das Auffinden von Brandbeschleunigern trainiert sind, schnüffelten nach Benzin, das etwa ein Brandleger ausgeschüttet haben könnte. Vergeblich. Jetzt muss ein Kran das Dach des Gebäudes abtragen, um die Einsturzgefahr zu bannen, erst dann können die Fahnder weiterarbeiten. Auch die Filiale des „Dänischen Bettenlagers“ ist durch massiven Wasserschaden gesperrt, im Stadtcafé‚ muss erst der Rauchgeruch beseitigt werden, ehe wieder Gäste kommen können.

Erst wenn die Brandursache geklärt ist, wird die Versicherung die Hunderttausenden Euro Schaden bezahlen. 15 Asylanten, die in einem Anbau untergebracht waren, wurden auf ganz Oberösterreich verteilt.

„Zum Glück wird unser Kamerad wieder ganz gesund“, ist man bei der Ennser Feuerwehr erleichtert: Roland W. war am durch Löschwasser vereisten Untergrund ausgerutscht und mit Rippenprellungen und Gehirnerschütterung ins Spital eingeliefert worden. Heute darf der 26-Jährige aber schon wieder heim.

 

 

Foto: Feuerwehr/Hermann Kollinger

Donnerstag, 13. Mai 2021
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