Mo, 18. Juni 2018

Sommerliche Genüsse

15.07.2014 13:47

Im Smoker oder wie die Indianer: Grill-Trends 2014

Sommertage laden ins Freie ein! Wenn schon nicht zum Schwimmen, in der Sonne liegen und Wandern, dann jedenfalls zum Grillen. Denn Grillen zählt nicht nur zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Österreicher, sondern ist mittlerweile sogar ein echter Trend geworden. Was im Sommer 2014 bei Grillfreunden punktet, lesen Sie hier.

Grillen - das ist einfach so viel mehr als nur kulinarische Köstlichkeiten über dem Feuer zubereiten. Denn die bei Weitem liebste Outdoor-Beschäftigung von Herrn und Frau Österreicher - laut Umfragen "tun" es stolze 68 Prozent regelmäßig - vereint meist geselliges, gemütliches Zusammensein mit Familie und Freunden mit genüsslich zelebriertem Essen. Die Vor- und Zubereitung macht dabei ebenso viel Spaß wie der Genuss der Speisen selbst.

Dabei ist der Grilltrend nicht auf Österreich beschränkt. Kaum ein Land der Erde, in dem diese Essenszubereitung nicht unter den verschiedensten Namen praktiziert wird. Dabei ist unsere heimische Grillkultur am ehesten an die amerikanische angelehnt, dem "Mutterland" des Grillens mit einer überaus reichen Grill-Vielfalt - von Bundesstaat zu Bundesstaat sogar unterschiedlich ausgeprägt.

Gerade in den letzten Jahren hat sich das Grillangebot - sowohl was die Technik als auch die Zubereitung betrifft - deutlich erweitert.

Trend: Gasgrill hat 2014 die Nase vorn
Holzkohle- oder Gasgrill - diese Diskussion wird auch in diesem Sommer wohl nicht entschieden werden. Denn jeder Grill hat seine Vor- und Nachteile. Allerdings sieht der Fachhandel diesen Sommer einen verstärkten Trend zum Gasgrill.

Verantwortlich dafür sind die praktischen Vorteile: Ein Gasgrill ist in wenigen Minuten startbereit, die Hitze lässt sich äußerst genau regulieren, der mitunter sehr lästige Rauch entsteht gar nicht, und es tropft kein Fett in die Glut.

Nicht zuletzt auch in puncto Sauberkeit trumpft der Gasgrill auf, da er nach den genossenen Grillfreuden einfacher zu reinigen ist als der Holzkohlegrill.

Achtung: Bei Gasgrills besonders genau alle Sicherheitsanweisungen einhalten!

Aber auch all diese eindeutigen Vorteile können eingefleischte Holzkohlegrill-Fans nicht überzeugen: Nichts, aber auch gar nichts könne das besondere Aroma, das die Holzkohle den Speisen verleiht, ausgleichen.

Oder vielleicht doch? Denn mittlerweile gibt es spezielle Holzkohle-Chips, die in einer Räucherbox oder Alufolie auf den Grill dazugelegt werden und für Holzkohle-Aroma ganz ohne Holzkohle sorgen sollen.

Trend: Smoker für Barbecue-Fans auf dem Vormarsch
Sommer, Sonne und Barbecue! Das Wort Barbecue wird zwar mittlerweile umgangssprachlich ganz gerne für Grillfeste verwendet, doch im Grund hat das Barbecue mit dem Grillen in unseren Breiten nicht sehr viel gemein.

Denn unter Barbecue versteht man das Garen von Fleischstücken in einem speziellen Smoker. Erst mit einem solchen Smoker können die Original-Barbecue-Rezepte aus den USA auch bei uns zubereitet werden. Dabei schwören die Amerikaner auf "ihren" Smoker, auf dem von der Vorspeise über das Hauptgericht bis hin zum Dessert so gut wie alles gemacht - oder zumindest ausprobiert - werden kann.

Der Original-Barbecue-Trend (oder das "Texas Outdoor-Cooking") ist in diesem Sommer auch bei uns angekommen. Mittlerweile gibt es sogar Rezepte für die Pizza vom Grill oder zum Backen von Kuchen.

Beim Smoker bringt das Holz die Würze, und dementsprechend wichtig ist die verwendete Holzart. Das Motto dabei: Je aromatischer das Holz, desto besser schmeckt am Ende dann das Grillgut. Anders als in den USA, wo es das entsprechende Holz in Supermärkten zu kaufen gibt, muss man bei uns das Holz meist in eigenen Smoker-Fachgeschäften bestellen.

Achtung:Nadelhölzer sollten nicht verwendet werden, da sie zu harzig sind!

Trend: Grillen wie die Indianer auf Holzplanken
Noch im vergangenen Jahr als kulinarischer Geheimtipp unter den Grill-Fans angesehen, findet das "Plank Grilling" diesen Sommer auch bei uns immer mehr Fans. Unter diesem aktuellen Grill-Trend ist ebenso einfaches wie besonders schmackhaftes Grillen auf speziellen Holzplatten zu verstehen.

"Plank Grilling" soll auf die Ureinwohner Amerikas zurückgehen: Fisch, Fleisch oder auch Gemüse wird dabei auf einem Holzbrett über dem Feuer gegart. Besondere kulinarische Geschmackserlebnisse rühren einerseits daher, dass die Speisen während des Kochvorgangs einerseits etwas von dem Geschmack des Holzes aufnehmen, andererseits aber zusätzlich der Rauch des verkohlenden Holzes sein Aroma an das jeweilige Grillgut abgibt.

Das Grillbrett hält die Speisen während des Garvorganges und sorgt auch dafür, dass sie so richtig saftig werden.

Die wichtigste Frage betrifft dabei die Holzart des Grillbretts. Die Indianer verwenden dafür das Zedernholz, bei uns gestaltet sich die Suche nach dem richtigen Holz wesentlich schwieriger. Keinesfalls darf das Holz vorbehandelt sein, und auch harzhaltige Hölzer sind als Grillbrett nicht geeignet.

Die wahre Schwierigkeit bei diesem Trend liegt also noch darin, geeignete Platten zu finden, da sie auch im Internet nicht ganz so einfach aufzutreiben sind.

Tipp:Bei einem örtlichen Tischler nach heimischen Obsthölzern fragen (ungefähr fingerdick, genaue Maße richten sich nach jeweiligem Grill).

Wichtig:Um das Verbrennen des Holzes während des Grillens zu verhindern, werden die Platten am besten über Nacht in Wasser gelegt (beschweren!), danach abgetrocknet und auf der Oberseite mit Olivenöl bepinselt.

Und so geht's: Die Kohlen werden auf dem Grill so platziert, dass eine indirekte Grillzone für das Grillbrett frei bleibt. Im ersten Schritt das Brett mit dem Grillgut einige Minuten direkt über die Kohlen legen - so lange, bis das Brett auf der Unterseite zu rauchen beginnt. Dann in die indirekte Grillzone (ohne Unterhitze) schieben und den Deckel des Kugelgrills schließen.

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