Betrüger gefasst

Mit Scheinwohnsitz knapp 58.000 Euro abkassiert

Niederösterreich
11.03.2026 10:17
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Gleich mehrere Pensionisten sollen im Bezirk Neunkirchen (Niederösterreich) mit gefakten Hauptwohnsitzen Sozialleistungen zu Unrecht bezogen haben. Doch die Polizei kam den Ungarn auf die Schliche. 

Besonders dreisten Betrügern wurde nun im Bezirk Neunkirchen das Handwerk gelegt: Zwei ungarische Staatsbürger im Alter von 73 Jahren sollen mit erschlichenen Sozialleistungen in Summe 57.600 Euro abkassiert haben. Der Dritte im Bunde, ein 74-Jähriger, scheiterte. Es blieb beim Versuch.

Das Trio hatte zum Schein in Breitenfurt seinen Hauptwohnsitz gemeldet. Ihren tatsächlichen Lebensmittelpunkt dürften sie jedoch weiterhin in Ungarn gehabt haben. Denn an der gemeldeten Adresse gab es weder einen Wasseranschluss noch einen Stromverbrauch. Außerdem hatten sie einen Nachsendeauftrag für die Post nach Ungarn erteilt. 

Scheinwohnsitze in ganz Europa
Doch die Kriminalisten der Ermittlungsgruppe Solbe (Sozialleistungsbetrug) der Polizeiinspektion Gloggnitz kamen den Betrügern auf die Spur, nachdem sie auf zahlreiche Täuschungshandlungen aufmerksam geworden waren. Im Zuge der Ermittlungen kamen auch weitere Wohnsitze in Deutschland, Schweden und der Slowakei ans Tageslicht. 

Betrüger reichten Klage ein
Besonders dreist: Als die betreffende Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) die Zahlungen einstellte, erhoben die Pensionisten Klage beim Landesgericht Wiener Neustadt. Einer der Betrüger zeigte sich zu den Vorwürfen geständig, der zweite Täter ist bisher untergetaucht. 18.000 Euro der Beute wurden an Schadenstilgung wieder zurück überwiesen. 

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