Weil er etwas aus dem Auto holen wollte, war der Filialleiter gegen 7.30 Uhr hinausgegangen - dort stand er plötzlich einem mit Baseballkappe, schwarzem Tuch und optischen Brillen maskierten Räuber gegenüber. Der Unbekannte war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet und forderte mit ausländischem Akzent: "Geld, Geld, gib mir Geld!"
Opfer geknebelt und gefesselt
Als der 55-Jährige dem Kriminellen erklärte, dass er weder Geld noch einen Tresorschlüssel habe, musste sich der Filialleiter im Aufenthaltsraum auf den Boden legen, wo er mit Klebeband gefesselt und geknebelt wurde. Das gleiche widerfuhr drei geschockten Angestellten - einem Mann (23) und zwei Frauen (29 und 30). Die weiblichen Angestellten, von denen die Ältere schwanger ist, durften sich wenigstens auf Sessel setzen, ihr Kollege musste sich zu seinem Vorgesetzten auf den Boden legen.
Nach rund 30 Minuten flüchtete der Täter, der eine schwarze Jogginghose, weiße Turnschuhe und rote Arbeitshandschuhe trug, ohne Beute.
Schulden, Spielsucht und familiäre Probleme als Motiv
Im Zuge der Alarmfahndung hielt eine Polizeistreife dann einen Radfahrer an, auf den die Personsbeschreibung der überfallenen und gefesselten Bankangestellten zutraf. Bei der Befragung machte der Verdächtige unglaubwürdige Angaben, worauf er vorläufig festgenommen wurde.
In einer weiteren Einvernahme durch Beamte des Landeskriminalamtes gab der Mann schließlich zu, den missglückten Überfall begangen zu haben. Die Tatwaffe, eine Spielzeugpistole, wurde in einem Rucksack sichergestellt. Der bisher unbescholtene Mann gab als Motiv Schulden, Spielsucht und familiäre Probleme an.
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