Aus in Landes-SPÖ

Sidl: „Meine ganze Energie für die Gemeinde“

Niederösterreich
15.02.2026 11:00

Paukenschlag in Rot: Im Krone-Interview begründet der scheidende SPÖ-Landesgeschäftsführer Günther Sidl, warum er den Landesjob hinschmiss! Und was er weiter machen will...

Wie berichtet, es vor wenigen Tagen ein „Politbeben“ im roten Lager gegeben, weil der bisherige Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich die Reißleine zog und damit ein deutliches Signal setzte. Doch wer jetzt parteiinterne Machtspiele wittert, liegt laut Sidl völlig daneben. „Da wird viel hineininterpretiert, aber ich kann klar sagen: Meine Entscheidung hat nichts mit Intrigen oder Machtkämpfen zu tun“, stellt er klar. Der Grund für seinen Rückzug sei ein ganz anderer – und führe direkt in seine Heimat nach Petzenkirchen. „Am Ende geht es um meine Gemeinde. Dort werde ich gebraucht.“

„Kein Zeichen für oder gegen jemanden“
In einer persönlichen Erklärung betont der rote Politiker, dass seine Entscheidung kein politischer Seitenhieb sei. „Das ist kein Signal gegen irgendwen und auch keines für irgendwen“, sagt Sidl. Im Gegenteil: „Ich habe immer versucht, Menschen zu verbinden, Brücken zu bauen und Lösungen zu finden – innerhalb der Partei und darüber hinaus.“ Genau diesem Stil wolle er treu bleiben. „Ich bleibe meiner Linie treu: Zusammenarbeit statt Konflikt.“ Sein Rücktritt sei daher ausschließlich ein klares Bekenntnis zu seiner Heimatgemeinde. „Das ist ein Schritt für Petzenkirchen, sonst nichts.“

Bürgermeisterwahl als Wendepunkt
Für Sidl stand nach eigenen Angaben von Anfang an fest: „Mir war klar: Wenn ich Bürgermeister werde, muss ich andere Funktionen zurücklegen.“ Erste Konsequenzen hat er bereits gezogen und mehrere Vereinstätigkeiten sowie Parteifunktionen zurückgelegt. „Ich wollte nie Ämter anhäufen – das entspricht nicht meinem Verständnis von Politik.“ Dass auch der Landesgeschäftsführer-Posten folgen würde, sei daher nur logisch gewesen. „Das war kein spontaner Entschluss, sondern lange überlegt und vorbereitet.“

EU-Mandat bleibt – aus gutem Grund

Ein Amt allerdings behält der Politiker bewusst: sein Mandat im Europäischen Parlament. „Mehr als 10.000 Vorzugsstimmen sind für mich ein klarer Auftrag“, erklärt Sidl. „Diesen Auftrag nehme ich ernst.“ Zudem wolle er sicherstellen, dass die Stimme von Niederösterreich in Brüssel erhalten bleibt. „Wenn ich das Mandat zurücklege, könnte es in ein anderes Bundesland wandern – und genau das möchte ich verhindern.“ Für ihn sei klar: „Ich will meine Region auch auf europäischer Ebene vertreten.“

Fokus auf die Gemeinde
Sein Ziel sei nun klar umrissen: volle Kraft für Petzenkirchen. „Meine ganze Energie gehört jetzt der Gemeinde“, sagt Sidl. Dabei gehe es ihm nicht um Parteifarbe oder politische Spielchen. „Vor Ort zählt nicht Parteitaktik, sondern das Zusammenleben der Menschen.“ Genau dafür wolle er sich „voll ins Zeug legen“. „Ich will gestalten, nicht taktieren.“

Sidls Fazit: „Kein Zerwürfnis, kein Machtkampf, kein Skandal – sondern ein strategischer Schritt mit lokalem Fokus. Oder, wie präzisiert: , Ich gehe nicht weg von etwas, sondern hin zu meiner Aufgabe vor Ort.‘“ Ein Abgang mit Ansage - und einer klaren Botschaft: „Heimat zuerst.“

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