Nachfolger gesucht

Nach Pleite: Hoffnung für Kletterhalle in Wörgl

Tirol
10.02.2026 18:00

Nachdem die Betreiber der Kletterhalle Wörgl in die Pleite geschlittert sind, ist Bürgermeister Michael Riedhart zuversichtlich, dass der Betrieb weitergehen kann, wie er in einem Video auf seinen Social Media-Kanälen berichtete. Noch sind allerdings viele Details offen.

Im Gespräch mit der „Krone“ stellte der ÖVP-Bürgermeister klar, dass die Eigentümer der Immobilie, in der sich auch die Kletterhalle befindet, „mit mehreren potenziellen Betreibern im Gespräch“ sei. Einzelheiten zu den möglichen neuen Kandidaten kannte auch er noch nicht, „ich gehe aber davon aus, dass da gewisse Vorkenntnisse zum Betrieb einer Kletterhalle da sein werden“. Nach der Zukunft der zwölf betroffenen Dienstnehmer gefragt, meinte er: „Ich schätze, dass man bestehendes Personal übernehmen wird“.

Riedhart versprach auf seinen Social Media-Kanälen die Fortführung des Kletterbetriebs. Noch ist allerdings nichts fixiert.

Wie es tatsächlich weitergeht, liegt aber bei der Masseverwalterin. Der bisherige Betreiber kommt für eine Fortführung jedenfalls nicht infrage, laut Alpenländischem Kreditorenverband wurde das Mietverhältnis bereits aufgekündigt. „Die Masseverwalterin wird entscheiden, ob es zu einer Schließung kommt und Inventar versteigert wird, oder ob ein neuer Betreiber den Betrieb direkt fortführen kann“, erklärte Riedhart. 

Zitat Icon

Wir sind eine Stadt und kein Kletterhallenbetreiber. Aber es wird sich jemand finden.

Wörgls Bürgermeister Michael Riedhart

Hohe Kosten als entscheidender Faktor
Die Kreditschutzverbände bezifferten die ausstehenden Verbindlichkeiten der Kletterhalle mit ca. 350.000 Euro. Dass den Vorgängern unter anderem die stark gestiegenen Betriebs- und Nebenkosten das Genick gebrochen haben dürften, durch die sie sich von den Umsatzeinbußen in der Coronapandemie nicht erholen konnten, sieht der Stadtchef nicht als Hindernis: „Das wird eine Verhandlungssache sein.“ 

Ihm sei wichtig, dass der Kletterbetrieb weiterhin Bestand hat. Sollte sich doch kein neuer Pächter finden, würde Wörgl aber wohl nicht einspringen. „Wir sind eine Stadt und kein Kletterhallenbetreiber“, verweist Riedhart auf andere Projekte, die Vorrang haben, etwa das geplante Schwimmbad. „Aber es wird sich jemand finden“, ist er zuversichtlich. „Vielleicht betreibt die Kletterhalle vorübergehend auch der Eigentümer selbst.“

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