Die Salzburgerin Claudia Riegler ist Österreichs älteste Teilnehmerin im Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Italien. Mit der „Krone“ sprach die 52-Jährige über ihr Alter, ihr Dasein als Grenzgängerin und verriet, ob sie 2030 noch einmal dabei sein wird.
Wegen einer fehlenden Corona-Impfung war Claudia Riegler 2022 nicht für Österreichs Aufgebot nominiert worden. Viele vermuteten, dass die Snowboarderin vier Jahre später nicht noch einmal im Zeichen der fünf Ringe starten würde. „Aber ich habe es damals schon vermutet“, blickt die Athletin vom USC Flachau zurück. Ihr Privattrainer habe sie zudem bestärkt, es zu versuchen. „Und da hat es in meinem Kopf Klick gemacht“, erklärt Riegler. Heute startet sie in Livigno ins große Abenteuer. Fast 32 Jahre nach ihrem Debüt im Weltcup. Fast ein Vierteljahrhundert nach ihrer Olympia-Premiere 2002 in Salt Lake City (USA).
„Diese Situation spornt mich immer noch an“
Ein großer Unterschied zu damals? Vor den Rennen ist sie nicht mehr so nervös. „Früher waren meine Beine zittrig, ich habe nicht mehr klar denken können“, erinnert sich die „Snowqueen“, die ihre Grundanspannung aber trotzdem beibehalten hat. „Wenn die nicht da wäre, würde auch ein bisschen das Feuer fehlen“, betont die Salzburgerin, in der die Flammen weiterhin lodern. Seit langer Zeit.
„Als ich 30 Jahre alt war, habe ich gesagt bekommen, dass ich zu alt bin“, erinnert sich die „Grande Dame“. „Dabei habe ich mich mega gefühlt. Genau diese Situation spornt mich immer noch an.“ Dass es so lange noch weitergeht, habe sich aber auch sie nicht erträumen lassen. Mittlerweile zählt sie 52 Lenze. „Der Fünfer motiviert mich noch mehr.“
Letztes Mal bei den Olympischen Spielen? „Das ist endgültig“
Die Weltmeisterin von 2015 möchte mit gutem Beispiel vorangehen, sich von ihrem Alter keinesfalls einschränken lassen. „Ich glaube, dass wir uns die Grenzen oft selbst setzen. Ich will herausfinden, wie viel möglich ist und bin mein eigenes Experiment“, erklärt sie mit großer Freude im Gesicht. Apropos Freude: Ihre fünfte Teilnahme am wichtigsten Großereignis der Sportwelt macht sie stolz. Nur dabei zu sein, reicht ihr aber nicht. „Es ist nicht so, dass ich irgendwo hinten nachfahre. Wenn ich gute Schwünge zeigen kann, sind auch gute Resultate möglich.“
In Livigno selbst wird die Siegerin von sechs Weltcuprennen von ihrem Freund und zwei Freundinnen unterstützt. Einmal noch will „Grande Dame“ Riegler im Zeichen der fünf Ringe alles reinwerfen. Denn während die Heim-Weltmeisterschaft 2027 im Montafon noch ein Ziel ist, ist ihr Olympia-Abenteuer nach Italien abgeschlossen. Da nickt die 52-Jährige lachend: „Ja, das ist endgültig. Ich kann es mir auch wirklich nicht mehr vorstellen.“
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