Jetzt Aufnahmestopp

Schuldenberatung in Tirol selbst in der Klemme

Tirol
06.02.2026 08:17

Die vereinte Tiroler Landtags-Opposition aus FPÖ, Grünen, Liste Fritz und NEOS wollte das Thema Schuldenberatung Tirol nachträglich auf die Tagesordnung heben und scheiterte: Der Konter der schwarz-roten Regierung fiel deutlich aus. 

Einen Aufnahmestopp bis 30. April verhängte Anfang dieser Woche die Schuldenberatung Tirol. Sie sei aktuell nicht mehr in der Lage, die Anmeldungen überschuldeter Klienten zeitgerecht zu bearbeiten. Diese Entwicklung sei das Ergebnis einer „strukturellen Unterfinanzierung“. Das Land Tirol habe keine Valorisierung der Fördermittel im Budget abgesichert und für die kommenden Jahre keine Aufstockung der Zuschüsse gewährt. Deshalb sei man gezwungen, das Angebot einzuschränken, „obwohl die Zahl der Anfragen kontinuierlich steigt“.

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Mit den jährlich fast 1,5 Millionen Euro, die das Land Tirol für die Schuldenberatung zur Verfügung stellt, kommt das Land Tirol seiner Verantwortung nach.

Klubobleute von ÖVP und SPÖ

Keine rechtzeitige Unterstützung mehr
„Die Konsequenzen sind gravierend: Menschen in akuten finanziellen Notlagen erhalten keine oder keine rechtzeitige Unterstützung mehr“, schlugen FPÖ, Grüne, Liste Fritz und NEOS Alarm und forderten in einem Dringlichkeitsantrag, das Thema im Landtag im Anschluss an die reguläre Tagesordnung zu behandeln.

Doch das lehnte die schwarz-rote Landesregierung ab – was für einige Verwunderung in den Reihen der Opposition sorgte. Wenig später erklärte sich die Regierung, warum sie das getan hat:

Langzeitkrankenstände und strukturelle Probleme
Man beschäftige sich bereits mit der Thematik und werde sich „insbesondere die Langzeitkrankenstände sowie die strukturellen Herausforderungen in der Schuldenberatung Tirol ansehen“, erklärten die Klubobleute Elisabeth Fleischanderl (SPÖ) und Jakob Wolf (ÖVP).

Verwundert zeigt man sich über die Vorgangsweise des Vereins: Einen Tag nach Abschluss der Fördervereinbarung für 2026 wurde der Aufnahmestopp verkündet. Das Budget der Schuldenberatung wurde seit 2022 um knapp 30 Prozent auf nunmehr 1,484 Mio. € pro Jahr erhöht. Dieser Betrag bleibt bis 2027 gleich, wird also nicht indexangepasst, was für den Verein ein Problem darstellt. 

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