


Er ist erfolgreicher Schauspieler, Autor und Regisseur. Nun moderiert der Steirer Michael Ostrowski auch noch den Song Contest. Die „Krone“ hat sich auf die Spuren einer Kult-Karriere gemacht und bei seinem langjährigen Freund und Wegbegleiter Helmut Köpping nachgefragt.
„Er ist uns sofort aufgefallen, weil er lustig und souverän war“, erinnert Helmut Köpping vom Theater im Bahnhof sich an seine erste Begegnung mit Michael Ostrowski: „Es war in einer Studententheater-Produktion. Seine Rolle war eine Art Conférencier und uns war sofort klar: Der kann das.“ 1991 war Ostrowski, der in Rottenmann aufwuchs, zum Studium (Englisch und Französisch) nach Graz gekommen. Innerhalb kürzester Zeit war er fixer Bestandteil des Grazer Theaterkollektivs, das in den 1990ern maßgeblich an der Erneuerung der heimischen Theaterwelt beteiligt war.
Und bald schon wurde er auch für Film und Fernsehen entdeckt. „Angefangen hat alles mit seiner Freundschaft mit Regisseur Michael Glawogger“, erinnert sich Köpping. Der saß in einer Jury für einen Drehbuch-Preis und Ostrowski hatte einen ersten Entwurf für den späteren Kino-Hit „Nacktschnecken“ eingereicht: „Der Michi hat zwar nicht gewonnen, aber Glawogger war begeistert und wurde zu einem Freund und Mentor – für uns alle.“
Steiler Aufstieg begann mit „Nacktschnecken“
Mit „Nacktschnecken“ begann der steile Aufstieg von Ostrowski – kurz darauf folgte etwa die ORF-Erfolgsserie „Vier Frauen und ein Todesfall“: „Dabei hat er es sich nicht leicht gemacht“, sagt Köpping. So bestand er etwa darauf, auch in größeren Rollen im Fernsehen immer in seinem Dialekt sprechen zu dürfen: „Heute ist das in Schauspielschulen etabliert, damals sind ihm sicher auch Möglichkeiten entgangen. Aber er wollte sich halt treu bleiben.“



Treu blieb Ostrowski auch seiner Vielseitigkeit: „Er wollte immer mehr als nur Schauspieler sein. Er schreibt, moderiert, organisiert, führt Regie. Er ist immer ein bisschen ein Streuner geblieben“, sagt Köpping. Und entwickelte dabei nie Starallüren: „Egal in welchem Kontext, Michi hat immer einen guten Umgang mit allen im Team. Er wird unrund, wenn einer das Kommando übernehmen will. Er sagt immer, er ist für eine Chef-lose Gesellschaft.“ Dabei hatte Ostrowski schon bei vielen Filmen das Ruder in der Hand – zumindest am Papier: „Der Film ist und bleibt seine Herzensarbeit, glaube ich. Er schreibt Drehbücher, übernimmt Regie und Hauptrolle – aber er macht das nie aus Größenwahn, sondern aus Lust am Film“, sagt Köpping.
„Er nimmt sich immer Zeit für die Fans“
Auch an der Begegnung mit Fans hat Ostrowski bis heute die Lust nicht verloren: „Wenn man mit ihm unterwegs ist, wird er dauernd angesprochen. Aber für ihn ist das nie lästig, er nimmt sich immer Zeit für diese Begegnungen, weil er wirklich interessiert ist. Diese Zugewandtheit zu den Menschen schätze ich sehr an ihm“, sagt Köpping.
Treu blieb Ostrowski nicht nur sich selbst, sondern auch Graz und der hiesigen Kulturszene. Als zuletzt etwa Budgetkürzungen im Land anstanden, führte er den „Kulturland retten“-Protestmarsch an. Zudem verpasst er auch nie eine Premiere der inklusiven Theaterakademie von LebensGroß, in der auch sein Sohn Janosch mitspielt. Und auch Lendwirbel und Schlagergarten Gloria sind nicht ohne „den Michi“ vorstellbar: „Ich glaube all diese Begegnungen bereichern ihn sehr. Und er feiert auch gerne und ist gern lange unterwegs. Das Feiern erschöpft ihn nicht, sondern inspiriert ihn“, sagt Köpping.
Eine von sehr vielen Eigenschaften, die den Steirer zum perfekten Moderator für den Song Contest machen.
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