NÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer bemängelt hunderte Zugausfälle und kritisiert das Management scharf: „Die ÖBB muss endlich wieder auf Schiene kommen!“, fordert der FPÖ-Landesvize. Die Bahn spricht von „witterungsbedingten Kettenreaktionen“ und verspricht schnelle Besserung mit zusätzlichen Zug-Garnituren.
Ein totales Managementversagen, das derzeit pro Werktag bis zu 100 Zugausfälle in Niederösterreich verursacht, wirft Verkehrslandesrat Udo Landbauer der ÖBB vor. „Was man hier Pendlern und Schülern zumutet, ist untragbar“, wettert der FPÖ-Landesvize.
ÖBB-Management und nicht Mitarbeiter schuld
Er kritisiert die sinkende Betriebsqualität scharf, die keinesfalls die Mitarbeiter, sondern alleine das Management zu verantworten hätte und zählt auf: Im Traisen- und Gölsental wird ein Schülerzug nur mehr mit einem kleinen Triebwagen, anstelle von vier Wagen geführt.
Das ist kein funktionierender Bahnbetrieb, sondern offensichtlich totaler Kontrollverlust.
Verkehrslandesrat Udo Landbauer
Im Pistingtal fällt eine Garnitur des Schülerzugs nach Wiener Neustadt regelmäßig aus. Auf der Nordwestbahn Richtung Retz und Hollabrunn sei die Lage völlig außer Kontrolle, auch auf der Südbahn spitze sich die Situation drastisch zu. „Das ist kein funktionierender Bahnbetrieb, sondern offensichtlich totaler Kontrollverlust“, findet Landbauer harsche Worte. Die ÖBB bestreitet die Vorwürfe nicht, verweist aber auf die extremen Wetterverhältnisse der vergangenen Wochen.
Massive Belastung durch Witterung
Die Witterung hätte Fahrzeuge und Bahnanlagen massiv belastet. Um die Situation rasch zu stabilisieren, würde man ab Februar zusätzliche Loks einsetzen. Auf der stark frequentierten Wiener Stammstrecke würden sich Störungen besonders schnell auswirken. Und in der Ostregion seien an einem durchschnittlichen Werktag 2700 Personenzüge unterwegs. Ein Sprecher: „Es entstehen Kettenreaktionen, die sich entlang der Strecken fortpflanzen.“ Ab Sommer werden 40 neue Cityjet-Doppelstockzüge fahren.
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