Von Innsbrucks Stadtregierung präsentiertes Mega-Bauprojekt in Amras wirft für die Opposition zahlreiche Fragen auf. Das Mietkauf-Modell wurde gestrichen, die Wohnungen sollen im Eigentum der Stadt bleiben, Vergaberecht inklusive.
Insgesamt sechs Baukörper bieten Platz für circa 35 objektgeförderte Wohneinheiten im Mietkauf-Modell, rund 130 Wohneinheiten frei finanziert (sic) und einer dreigruppigen Kinderbildungseinrichtung (sic)“, hieß es am Mittwoch in der offiziellen Presseunterlage der Stadt.
Darauf schoss sich tags darauf die Opposition ein: „Nach jahrelanger Verzögerung wird das Projekt nicht kleiner, sondern größer – und vor allem ist eines klar: Am Ende landen durch das Mietkauf-Modell 100 Prozent der Wohnungen am freien Markt. Selbst dort, wo heute ,gefördert’ draufsteht, ist die langfristige Absicherung nicht gegeben“, bemängelte DNI-StR Markus Stoll.
Ein Fünftel geförderter Wohnungen ist ein Witz, wo die Stadt mit der Vorbehaltsfläche die Hälfte hätte herausholen können.
GR Pia Tomedi (KPÖ)
Kein Schutz vor Spekulation
„Von den angekündigten 170 Wohnungen sind lediglich 35 gefördert. Und selbst diese geförderten Einheiten sind als Mietkaufwohnungen geplant. Damit ist absehbar, dass die Wohnungen früher oder später am Spekulationsmarkt landen“, kritisierte ALi-Wohnbausprecher Roland Steixner.
„Vor Investoren eingeknickt“
Die Stadt schickte daraufhin eine korrigierte Fassung: Das Projekt biete Platz für 35 gemeinnützigen Einheiten „zur städtischen Vergabe“.
Die Liste Fritz kritisierte, die Stadtregierung sei erneut vor Investoren eingeknickt. Zudem seien Anrainerinteressen „vollständig ignoriert“ worden. Die KPÖ forderte mehr geförderten Wohnraum – mindestens 50 %.
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