Symbolträchtig zeigen NEOS und KPÖ die aus ihrer Sicht vorherrschenden Probleme der Landeshauptstadt auf. Auch ÖVP, FPÖ und Grüne läuteten den Intensivwahlkampf ein.
Matthias Stadler hat es vorgemacht. Am Herrenplatz hat der SPÖ-Bürgermeister die intensive Wahlkampfphase eingeläutet. Die anderen Parteien ziehen zwei Wochen vor dem Urnengang nach. Und greifen in die Trickkiste.
Schuldenberg „zerschlagen“
Die NEOS rund um Spitzenkandidaten Bernd Pinzer und Landesparteivorsitzende Indra Collini wählten denselben Platz wie das Stadtoberhaupt – und packten dort den pinken Vorschlaghammer aus. Mit dem schweren Werkzeug in der Hand, zerschlug Pinzer symbolisch den auf Kartons dargestellten Schuldenberg St. Pöltens. „Wir haben zu hohe Schulden, steigende Gebühren und eine Stadtregierung, die den Überblick verloren hat“, betont er.

„Fühlen sich nicht gehört“
Deutlich softer gab sich Max Zirngast von der KPÖ – zumindest bei der Wahl der Utensilien. Er war nämlich mit einem riesigen Wattestäbchen am Riemerplatz. Dort steht bekanntlich eine das „Ohr des Bürgermeisters“ genannte Skulptur, die er damit gereinigt hat. „Wir haben viele Gespräche mit St. Pöltnern geführt. Vor allem junge Menschen fühlen sich nicht mehr gehört“, erklärt Zirngast. „Wir wollen das im Gemeinderat ändern“, so Zirngast, der auch Unterstützung der Grazer KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr erhielt. In St. Pölten ist die KPÖ aktuell nicht im Gemeinderat vertreten.
Die Grünen eröffneten mit der Forderung einer sofortigen „Versiegelungs-Notbremse“ den Intensivwahlkampf. „Genug ist genug“, so Walter Heimerl-Lesnik. Er drängt auf eine Bodenschutzstrategie und ein verbindliches Klimaschutzpaket für St. Pölten. Erst dann dürfe wieder an die Umsetzung neuer Großprojekte gedacht werden. „St. Pölten kann besser und lebenswerter sein“, unterstützt ihn dabei Parteichefin Leonore Gewessler.
Vor allem auf Gespräche setzte indes Florian Krumböck mit seinen ÖVP-Kollegen. 5200 Haushalte haben sie alleine am „Intensivtag“, wie sie den Samstag bezeichneten, laut eigenen Angaben besucht, verkündete Krumböck am Domplatz verkündete. „Einzelne Stimmen können ausschlaggebend sein, um die Absolute zu brechen und St. Pölten zu einer besseren Stadt zu machen“, ist er überzeugt.
Unter dem Motto „Wir nehmen Kurs auf das Rathaus“ startete Samstagabend auch FPÖ-Spitzenkandidat Martin Antauer mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer in die letzte Phase vor dem Urnengang am 25. Jänner. „Lasst uns gemeinsam die rote Allmacht brechen. Für unsere Stadt. Für unsere Familien. Für unsere geliebte Heimat“, gab er sich im Kulturhaus Wagram kämpferisch.
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