„Völkerrechtsbruch“

KPÖ weist Kritik an Venezuela-Demo scharf zurück

Steiermark
07.01.2026 18:00

Der außenpolitische Standpunkt der steirischen Kommunisten sorgt wieder einmal für Wirbel. Gegen die Kritik an der Demo gegen den US-Eingriff in Venezuela wehrt sich die KPÖ nun in ungewohnter Schärfe.

Beobachter sprachen von knapp 50 Teilnehmern, die KPÖ selbst von über 100 – die Menge war jedenfalls überschaubar, der Wirbel ist dennoch groß. Die steirischen Kommunisten luden am Dreikönigstag in Graz zur Venezuela-Kundgebung – und ernteten dafür einen Sturm der Entrüstung der Oppositionsparteien im Grazer Rathaus. ÖVP, FPÖ und KFG kritisierten die Demo scharf.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Kommunisten mit außenpolitischen Standpunkten für Diskussionsstoff sorgen. Man erinnere sich nur an die unsäglichen Äußerungen des ehemaligen Landtagsabgeordneten Werner Murgg im Zuge des Ukraine-Kriegs. Auch die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr verurteilte erst spät den Einmarsch der Russen. Und auch im Gaza-Konflikt zeigt die KPÖ klare Haltung. Bei jeder sich bietenden Möglichkeit sieht man Plakate, mit denen man sich klar auf die Seite der Palästinenser stellt und Israel mehr oder weniger verteufelt – so auch am Dienstag.

Der Landesvorsitzende der steirischen KPÖ Alexander Melinz.
Der Landesvorsitzende der steirischen KPÖ Alexander Melinz.(Bild: KPÖ Steiermark)

„Das waren aber keine Tafeln von KPÖ-Mitgliedern“, stellt Landeschef Alexander Melinz klar. „Wir haben immer klargemacht, dass wir auch hier aufseiten der leidenden Bevölkerung stehen.“ Kritik an der Venezuela-Kundgebung weist er scharf zurück: „Alle Experten sind sich einig, dass es sich beim Eingreifen der USA um einen klaren Völkerrechtsbruch handelt. Gerade Österreich muss Interesse daran haben, dass dieses eingehalten wird und nicht einfach das Gesetz des Stärkeren zählt.“ Die Kritik von ÖVP und FPÖ sei „bezeichnend“.

Grüne stärken KPÖ den Rücken
Die grüne Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner stellt sich, zumindest in der Venezuela-Frage, hinter den Koalitionspartner: „Aus einem völkerrechtswidrigen Militäreinsatz darf jetzt kein Krieg entstehen. Meine Sorge gilt der Zivilbevölkerung, nicht dem autokratisch agierenden Präsidenten.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt