Prognose zeigt:

Arbeitsmarkt stimmt 2026 vorsichtig optimistisch

Niederösterreich
06.01.2026 05:50

Die Prognose des Arbeitsmarktservice NÖ zeigt: Erstmals seit drei Jahren könnte heuer hierzulande die Arbeitslosigkeit wieder sinken. Die Förderung von Frauen steht dabei im Fokus.

Das neue Jahr bringt schon jetzt Grund zur Freude. Zumindest aus Sicht des Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich. Denn erstmals seit drei Jahren wird heuer mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet.

 Ein zartes Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent könnte im Jahresdurchschnitt ein Minus beim Anstieg der Arbeitslosenzahlen bringen. Laut ersten Prognosen soll die Arbeitslosigkeit um 1,9 Prozent sinken und damit unter dem Bundesdurchschnitt (Plus 0,6 Prozent) bleiben. Mit 45.400 Personen um 900 weniger, als im vergangenen Jahr. Ein leichter Anstieg dürfte hingegen bei den unselbstständig Beschäftigten mit einem voraussichtlichen Plus von 0,4 Prozent zu verzeichnen sein.

Neben Technik und Handwerk zählt vor allem auch die Pflege zu den nachgefragten Berufen.
Neben Technik und Handwerk zählt vor allem auch die Pflege zu den nachgefragten Berufen.(Bild: ALEXANDRA_SERRA)
AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern
AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern(Bild: Imre Antal)

„Unser Ziel ist, den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit weiter zu bremsen. Vermittlung vom ersten Tag an und passende Qualifizierung für die Zukunft sind hier die zentralen Hebel“, erklärt AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern. Für eine moderne und nachhaltige Vermittlungsarbeit werden neue Online-Formate wie die Vermittlungsplattform MeinAMS intensiv angeboten. „Und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft wird verstärkt“, so Kern.

Nachgefragte Berufe für die Zukunft
Dafür werden seitens des AMS Schwerpunkte gesetzt: Etwa bei der Qualifizierung in nachgefragten Berufen wie Technik, Handwerk, Green Jobs und Pflege. Hierfür werden 55 Millionen Euro aufgebracht. Im Fokus stehen auch Projekte im Bereich Beschäftigungsförderung und Beratung für Langzeitarbeitslose im Industrieviertel und Waldviertel. Über die „Aktion 55 plus“ werden knapp neun Millionen Euro für Lohnkostenförderung von Jobsuchenden der Generation 50 plus bereitgestellt. Und auch die Förderung von Frauen (überdurchschnittlich starker Anstieg der Arbeitslosigkeit mit 5,2 Prozent) wird großgeschrieben. 

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