Am Montag fand der alljährliche „Tag der offenen Konten“ der KPÖ im Grazer Rathaus statt. 2025 wurden insgesamt 2521 Menschen mit mehr als 304.000 Euro von den Politikern unterstützt. Seit 1998 wurden knapp vier Millionen Euro abgegeben.
Im Jahr 1998 legten der Grazer Stadtrat Ernest Kaltenegger und die steirische KPÖ erstmals ihre Konten offen und gaben damit einen Einblick in die Verwendung ihrer politischen Bezüge. Auch 27 Jahre später ist der „Tag der offenen Konten“ bei der KPÖ noch eine Tradition. So luden am Montag erneut die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr mit den Stadträten Manfred Eber und Robert Krotzer sowie Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler und Landesvorsitzender Alexander Melinz zu einem Blick in die Bücher.
Kurz zusammengefasst: Die steirischen KPÖ-Mandatare haben im Jahr 2025 insgesamt 304.494,41 Euro von ihren politischen Bezügen weitergegeben. Damit konnten 2521 Personen beziehungsweise Familien in Notlagen unterstützt werden. Seit Beginn der Aktion wurden insgesamt bereits 3.850.161,33 Euro an 31.027 Menschen und Familien weitergegeben. Heuer hätten die Mittel erstmals nicht ausgereicht.
Unterstützung für Leute aus allen Schichten
Den Grund, warum die KPÖ bis heute am Modell einer Gehaltsobergrenze festhält, fasst Melinz am Montag folgendermaßen zusammen: „Wer sich mit seinem Einkommen weit von der Lebensrealität der Mehrheit entfernt, verliert zwangsläufig den Blick für die wirklichen Probleme der Menschen.“
Die Grazer Bürgermeisterin gibt deshalb bereits seit 20 Jahren den Großteil ihrer Polit-Bezüge weiter. 11.000 Menschen wurden nur dadurch bereits mit mehr als 1,3 Millionen Euro unterstützt. „Es kommen Leute, die gedacht haben, sie geraten niemals in Not. Die Gründe sind vielfältig: Trennungen, Jobverlust, Schulden. Es sind Arbeiter, Akademiker, Geschäftsleute. Und sehr oft wirft einen eine Krankheit aus der Bahn“, betont Kahr.
„Lebensmittel, Mieten und Energiekosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, während die Einkommen oft nicht einmal an die Inflation angepasst werden. Viele Menschen haben keinerlei finanziellen Spielraum mehr“, fügt Klimt-Weithaler hinzu.
Verwendung der Gelder
Der Großteil der heurigen Summe ist in Unterstützungen für den Lebensbedarf geflossen. Mehr als 108.000 Euro wurden demnach für Bekleidung, Lebensmittelgutscheine oder auch Bestattungskosten verwendet. An zweiter Stelle befinden sich Mietzinszahlungen inklusive Verfahrens- und Anwaltskosten, gefolgt von Strom- und Heizkosten.
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