Red Bull Salzburg ist am Sonntagnachmittag in Altach zum Siegen verdammt. Bei den Vorarlbergern lauern die Salzburger Brüder Ingolitsch auf die Überraschung. Rechtsverteidiger Sandro Ingolitsch sprach vor dem Spiel mit der „Krone“ auch über seinen Ex-Trainer Thomas Letsch.
Salzburg ist schon einmal selbstbewusster nach Altach gefahren. Nach der 2:3-Blamage gegen die WSG Tirol und die 1:4-Abfuhr in der Europa League bei Bologna sind die Bullen am Sonntag (14.30, live auf Sky) aber zum Siegen verdammt. Der Leader, dem 1,79 Punkte pro Liga-Spiel zu Platz eins reichen, belegt im Auswärtsranking nur den sechsten Platz. Der sonntägliche Gegner wiederum ist in der Heimtabelle Dritter und hat zwölf seiner 17 Zähler vor eigenem Publikum geholt.
„Wir wissen, dass wir daheim sehr schwer zu schlagen sind“, erklärt Sandro Ingolitsch. Der Rechtsverteidiger zählt bei den Vorarlbergern zum Stammpersonal unter seinem Bruder Fabio. Das Verhältnis der beiden hat sich in etwas mehr als einem Jahr Zusammenarbeit aber nicht verändert. „Wir können das gut trennen. Am Platz ist er der Coach und ich der Spieler“, sagt der 28-Jährige.
„Gegen Red Bull Salzburg zu spielen, ist immer besonders“
Apropos Familie: Die Eltern nehmen die Reise vom Pongau ins Ländle auf sich und drücken den Brüdern gegen die Bullen die Daumen. Der amtierende Vizemeister ist sowohl für Fabio als auch für Sandro der Heimatverein. Erstgenannter (33 Jahre alt) war lange bei Red Bull Salzburg und dem FC Liefering als Trainer aktiv, sein jüngerer Bruder gewann 2017 die Youth League mit dem Bullen-Nachwuchs. „Gegen Salzburg zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Auch wenn ich mittlerweile schon oft gegen sie gespielt habe“, sagt Sandro.
Vor wenigen Wochen war man knapp dran. In Wals-Siezenheim schrammten die Altacher hauchdünn an der Sensation vorbei und holten beim 2:2 einen Punkt. „Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir mithalten können, wenn wir am Maximum sind“, weiß Ingolitsch. Auch heute lauert er mit seinem Verein auf ein Erfolgserlebnis und setzt auf die Wundertüte Bundesliga. „Jeder kann jeden schlagen, das hat die Saison bereits gezeigt.“
„Das würde ich ihm gönnen“
Zudem sind die Bullen verwundbar, das Werkl läuft nicht mehr so geschmiert wie früher. „Salzburg ist nicht mehr das Nonplusultra“, nickt der Rechtsfuß, der wieder auf Thomas Letsch trifft. Der betreute ihn einst mehrere Jahre im Red Bull-Nachwuchs („Ich habe sehr, sehr gute Erinnerungen an ihn“). Ingolitsch drückt seinem Ex-Coach die Daumen: „Ich hoffe, dass er das Ruder herumreißt. Das würde ich ihm gönnen.“ Wenn es nach Altach geht, soll Letsch dieses Kunststück aber erst nach dem direkten Duell gelingen.

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