Es gibt kein Problem, bitte gehen Sie weiter! So fasste die KPÖ sinngemäß den Zustand der Kinderbetreuung in Graz zusammen. Der ÖVP-Bildungsstadtrat zeigt sich darüber fassungslos. Er wirft Elke Kahr vor, keine Ahnung zu haben.
„Jedes Kind bekommt einen Platz“, anderes zu behaupten sei „unseriös“: Das sagte die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum Thema Kindergärten. Dabei kritisierte sie, dass die Landesregierung das kontinuierliche Absenken der Gruppengrößen vorerst aussetzt. Die maximale Gruppengröße bleibt auch nächstes Jahr bei 22 Kindern, erst im Jahr 2032 (statt 2027) soll der Wert nur noch bei 20 liegen.
Scharf reagiert ÖVP-Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner: „In den letzten vier Jahren sind in Graz mehr als 500 Kindergartenplätze verlorengegangen.“ Der Versorgungsgrad bei den Drei- bis Sechsjährigen sank von 97 auf 91 Prozent – und liegt nur dank Tageseltern noch jenseits der 90-Prozent-Marke. Für Unsicherheiten sorgt auch der Plan der Bundesregierung für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr.
Hohensinner: „Dass Frau Kahr behauptet, es gäbe kein Problem, zeigt nur, dass sie den Ernst der Lage bis heute nicht verstanden hat. Frau Bürgermeisterin, Sie haben keine Ahnung von der Lebenssituation der Grazer Familien.“ Es brauche jedenfalls eine Ausbauoffensive: „Wir wollen für das kommende Jahr um sieben Kindergartengruppen und eine Kinderkrippengruppe ausbauen. Ich hoffe, dass es diesmal die notwendigen finanziellen Mittel dafür gibt“, so der Stadtrat.

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