Zu einem spektakulären Einbruch kam es in der Nacht auf Montag in einem Schmuckgeschäft in Gratkorn (Graz-Umgebung): Unbekannte Täter fuhren mit einem Fahrzeug im Retourgang gegen die Eingangstür, gelangten so ins Geschäft und stahlen Schmuck.
Gegen vier Uhr früh dürfte es am Montag in Gratkorn ordentlich gekracht haben. Laut Polizei fuhren vermutlich vier Täter mit einem Fahrzeug, es dürfte ein Kastenwagen gewesen sein, im Rückwärtsgang gegen die Eingangstür eines Uhren- und Schmuckgeschäfts.
Durch die zerstörte Tür gelangten die Einbrecher ins Geschäft und stahlen eine derzeit noch unbekannte Anzahl an Schmuckgegenständen. Danach flüchteten die Täter mit dem Fahrzeug. Geschäftsinhaber Thomas Poller wurde über den ausgelösten Alarm auf seinem Handy auf den Einbruch aufmerksam, es gibt auch Videoaufnahmen. „Darauf ist ein weißer Lieferwagen zu sehen, und es dürften vier Täter gewesen sein“, schildert Poller der „Krone“.
Beim Juwelier waren gestern indes bereits Handwerker zugange, die das Eingangsportal neu errichteten. „Bislang gab es bei uns nur einen Einbruchsversuch, aber dieses Ausmaß haben wir noch nie erlebt“, sagt der Juwelier. Auch wenn das Vorgehen der Täter wohl sehr gezielt war, dürften sie nicht die größten Schmuck-Experten sein. „Sie haben neben einigen Uhren vor allem Muster-Eheringe, die nur aussehen wie echte, mitgenommen“, sagt Poller.
Vorgehensweise nicht unüblich
Die Schadenshöhe ist noch unbekannt, hätte aber definitiv noch größer ausfallen können. Montagmittag gab die Polizei bekannt, dass das mutmaßliche Täterfahrzeug sichergestellt wurde. Bei einer Suche mittels Polizeihubschrauber konnte ein weißer Kastenwagen mit gefälschten niederländischen Kennzeichen nur wenige Kilometer nördlich des Tatorts aufgefunden werden. Die Spurensicherung und -auswertung läuft – die Täter sind weiterhin flüchtig. Das Landeskriminalamt ermittelt.
Dass bei solchen Einbrüchen Fahrzeuge verwendet werden, ist ein verbreitetes Vorgehen. Medial bekannt wurde auch in Österreich die sogenannte „Rammbock-Bande“, die dann auch geschnappt wurde. „In der Steiermark hat es jetzt aber schon länger keine derartigen Vorfälle mehr gegeben“, sagt Fritz Grundnig, Sprecher der Landespolizeidirektion.
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