Betrieben in Niederösterreich machen hohe Energiekosten und überbordende Bürokratie zu schaffen. Produktion und Erträge sinken, die Stimmung kippt.
Die Stimmung in den Führungsetagen der heimischen Industriebetriebe passt sich zunehmend dem trüben Herbstwetter an. Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV-NÖ) zeichnet im Land zwischen Enns und Leitha ein pessimistisches Bild.
Mangel an Aufträgen
Konkret liegt die Auftragslage in den 30 größten Industrieunternehmen, die mit mehr als 12.200 Arbeitsplätze ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Niederösterreich sind, auf einem der schlechtesten Werte seit 2018. Und auch der diesbezügliche Ausblick auf das kommende halbe Jahr ist eingebrochen.
Wenn die internationalen Märkte schwächeln, trifft das auch Niederösterreich mit voller Wucht.

Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ
Bild: Marius Hoefinger
Wettbewerbsfähigkeit sinkt
„Hohe Energiepreise, massiv gestiegene Lohnstückkosten und überbordende Bürokratie nehmen den Betrieben die Luft zum Atmen“, erklärt IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither: „So verlieren die Unternehmen im internationalen Wettbewerb zunehmend an Boden.“ Denn man brauche wettbewerbsfähige Preise, um die Konjunktur anzukurbeln: „Diese sind aber mit den aktuellen Kostenstrukturen kaum möglich.“ Die Ertragslage hat sich verschlechtert. 76 Prozent der Unternehmer rechnen mit einer gleichbleibenden Situation in sechs Monaten, 13 Prozent erwarten indes eine Verbesserung – ein Silberstreif am Horizont.
Wohlstand in Gefahr
Diese Industriekapitäne in NÖ hoffen offenbar darauf, dass die Regierung eine wirtschaftspolitische Gesamtstrategie auf den Weg bringt. Dabei müsse auf Entlastung, Leistung und Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden, fordert die IV-NÖ. Und Roither warnt: „Sonst riskieren wir nicht nur die Zukunft unserer Betriebe, sondern den Wohlstand der ganzen Region!“
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