Wahlen bei Waidmännern

Jäger-Urgestein hatte in 34 Jahren „gute Treffer“

Niederösterreich
17.10.2025 16:30

Die beeindruckende Zeitspanne von 34 Jahren agierte der Waldviertler Albin Haidl als Bezirksjägermeister von Waidhofen an der Thaya (NÖ). Der kleine Waldviertler Bezirk war bei vielen Entwicklungen vorne dabei und landete einige gute Treffer, blickt der Jagdhundetrainer stolz zurück. Ihm folgt nun ein Mann, der über eine besonders „scharfe Sensorik“ verfügt.

34 Jahre war Albin Haidl als Jägermeister im Bezirk Waidhofen an der Thaya aktiv. Aus Altersgründen durfte sich der 72-Jährige nun nicht mehr der Wahl für das Amt stellen. Haidl war auch neun Jahre  – in der Zeit von 2012 bis 2021 – Landesjägermeister-Stellvertreter und vertrat damit die Region Waldviertel. Bis vor Kurzem war er auch noch Mitglied bei der Prüfungskommission für Jagdaufseher und er ist noch immer Vorsitzender bei Jungjägerprüfungen.

In den Schulen als erste im Land
Im „Krone“-Gespräch zieht der Waidmann mit Leib und Seele eine zufriedene Bilanz: „Vor etwa 30 Jahren haben sind wir als erste in Niederösterreich in die Schulen und Kindergärten gegangen, um die Kinder aufzuklären, was die Jagd ist und welche wichtigen Aufgaben Jäger über das Jahr zu erfüllen haben“, erzählt der scheidende Bezirksjägermeister. Besonders wichtig war Haidl immer der gute Kontakt, die Zusammenarbeit und das Miteinander mit den Jägern und der Behörde. Um ein gutes Wort bemühte er sich mit den 15 Hegeringleitern des Bezirks sowie den derzeit vier Delegierten im NÖ Jagdverband.

Schlechter Schuss ist wie Kfz-Wildschaden
Was dem Jäger auch immer am Herzen lag, sind die Schießveranstaltungen, wobei er sich oft über rege Teilnahme freuen konnte. „Zum Üben haben wir die Schießstände, am Hochstand muss der Schuss sitzen, um Tierleid zu verhindern“, betont der 72-Jährige, der selbst als guter Schütze bekannt ist. Denn ein schlechter Schuss sei wie ein Verkehrsunfall: Das Wild würde verletzt und leidend davonlaufen, man müsse nachsuchen, um das Tier von seinem Leid zu erlösen.

Um die Verkehrsunfälle durch Wild einzugrenzen, achtete man nicht nur darauf, die von der Behörde geforderten Abschusszahlen zu erfüllen, sondern auch schon sehr früh, viele Wildwarnreflektoren auf den frequentierteren Straßen in den Revieren zu installieren, um die Fallzahlen einzudämmen.

Besondere Leidenschaft für Hunde
Besonders stolz ist sich Albin Haidl aber als Züchter und Ausbilder von Jagdhunden. So hat der Waidmann das Meisterführerabzeichen in Silber erhalten, wofür er schon mit zehn verschiedenen Hunde zur Vollgebrauchsprüfung im Wald, zu Wasser und am Feld bestanden hat. Bis heute arbeitet er leidenschaftlich mit Hunden, vor allem mit der Rasse Deutsch Kurzhaar.

Mehrfacher Meister als Nachfolger
Über eine „besondere Sensorik“ verfügt der Nachfolger des Waidmann-Urgesteins. Denn der 58-jährige Andreas Popp ist Optiker-, Hörgeräte- und Uhrmachermeister und wurde bei den Wahlen einstimmig, genau, wie der amtierende Stellvertreter Christan Gissing, gewählt.

Popp will den Jagdbezirk auch auf wesentliche Säulen stützen: „Bei der Jagd geht es nicht ums Schießen, sondern es geht um Verantwortung gegenüber der Natur, dem Wild und dem Lebensraum“, betont der neue Jägermeister, die Jagd stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken zu wollen. Nicht nur von Waidmännern, sondern auch von Jagdinteressierten sollen gemeinsam wichtige Themen in Schwerpunkt-Arbeitskreisen angesprochen und umgesetzt werden. Auch wichtig ist Popp eine Info-Plattform für die Jäger in der Region, „um unkompliziert miteinander relevante Information teilen zu können“, meint er.

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