Ob im O-Bus auf dem Weg zur Vorstellung, während der Zigarette vor der Premiere oder beim Anstehen in der WC-Schlange, mit dem Schnellcheck sind Sie in nur 2 Minuten perfekt auf den Abend vorbereitet. Die „Krone“ hat die wichtigsten Infos zu Homo Faber von Max Frisch.
Worum geht’s? Im Landestheater trifft heute ein Kontrollmensch auf Kontrollverlust: „Homo Faber“ zerlegt Technikgläubigkeit, männliche Blindstellen und die Illusion, man könne das Leben wie ein Projekt managen.
Handlung: Walter Faber, nüchterner Ingenieur und Muster-Rationalist, gerät auf Reisen aus der Bahn. Nach einer Notlandung in der mexikanischen Wüste trifft er zufällig auf Herbert, den Bruder seines früheren Freundes Joachim, der Fabers Jugendliebe Hanna geheiratet hat. Kurz darauf bucht Faber eine Schiffsreise nach Europa und begegnet an Deck der viel jüngeren Elisabeth, genannt Sabeth.
Aus Flirt wird Liebe. Gemeinsam trampen sie durch Frankreich und Italien Richtung Athen, zu Sabeths Mutter, die, wie sich herausstellt, Hanna ist; damit ist Faber Sabeths Vater. Die nächste Katastrophe folgt am Strand, als Sabeth von einer Schlange gebissen wird und stürzt. Zwar erhält sie ein Gegengift, doch weil Faber vergisst, den Sturz zu erwähnen, erliegt sie einer Schädelfraktur. Nach ihrem Tod beschließt Faber, seinen Beruf aufzugeben und zu Hanna zu ziehen. Als bei ihm Magenkrebs diagnostiziert wird, bleibt nur späte, schmerzhafte Selbstbefragung.
Angeberwissen für die Pause: „Homo faber“ ist nicht nur eine Figur, sondern auch ein Begriff der Anthropologie: der Mensch als Handwerker. Er denkt nicht nur, er stellt auch her. Max Frisch verkörperte das wörtlich: Bevor er schrieb, arbeitete er als Architekt.
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