Salzburger angeklagt

Mit gefälschtem Akademiker-Titel zum Chef-Job

Salzburg
04.10.2025 14:30

Ein Salzburger soll sich laut Anklage der Staatsanwaltschaft mit einer Totalfälschung einen Akademiker-Titel erschlichen und zu Unrecht Chef-Gehälter als Geschäftsführer eines Unternehmens kassiert haben. Kommende Woche muss der 49-Jährige sich vor Gericht erklären.

Ein ungewöhnlicher Fall wird kommenden Woche im Salzburger Landesgericht verhandelt: Der Angeklagte, ein Salzburger (49), wollte wohl um jeden Preis den Job eines Geschäftsführers bei einem Unternehmen ergattern. Doch offensichtlich reichte dafür sein bisheriger Werdegang und Lebenslauf nicht aus. Kurzerhand soll der Mann im Oktober 2023 ein Abschlussdiplom der Fachhochschule Burgenland für den Titel „Master of Business“ gefälscht und einer Kärntner Behörde zur Eintragung vorgelegt haben. Mit dem erschlichenen Akademiker-Titel durch die Totalfälschung bewarb sich der Mann und bekam auch den Job als Geschäftsführer.

Zwei Vorwürfe nach Strafgesetzbuch
Doch nach einigen Monaten fiel der Schwindel auf. Neben dem Vorwurf der „mittelbaren unrichtigen Beurkundung oder Beglaubigung“ nach Paragraf 228 StGB lastet ihm die Salzburger Staatsanwaltschaft auch schweren Betrug nach Paragraf 147 StGB an. Letzteres vor allem, weil er zu Unrecht über mehrere Monate ein Chef-Gehalt kassierte – rund 20.000 Euro macht die Schadenssumme laut Anklage aus.

Bemerkenswert: Der Angeklagte selbst hat offenbar eine ganze Reihe von akademischen Titeln. Am Dienstag steht der Fall am Verhandlungsplan. 

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