Kampf der Hexe

Magisches Reich: "Die Chroniken von Narnia"

Kino
07.12.2005 15:30
Magie und Zauberwelten verbindet man, seit Joanne K. Rowling zum Federkiel griff, mit Harry Potter, der durch insgesamt sieben Bände in millionenfacher Auflage geistert. Fast in Vergessenheit geraten sind dabei „Die Chroniken von Narnia“ des englischen Autos C.S. Lewis, einem Freund J.R.R. Tolkiens („Der Herr der Ringe“) – eine in den 50er Jahren entstandene, ebenfalls siebenteilige Buchserie, die zu den größten der Welt zählt und sich hinsichtlich der Verkaufszahlen nur dem Hogwarts-Zauberschüler beugen muss. Lewis’ Werk handelt vom wundersamen Reich Narnia, in das vier Geschwister durch einen Wandschrank gelangen und wo sagenhafte Fabelwesen und jede Menge Abenteuer warten.

Durch den Erfolg der Britannien-lastigen Potter-Verfilmungen angestachelt, ist nun auch Hollywood (Tricktechnik sei Dank) auf den Geschmack gekommen und hat Band 2 der Erfolgsserie aufwändig verfilmt. Im Mittelpunkt stehen die Pevensie-Geschwister, die während des Zweiten Weltkriegs von ihrer Mutter von London aufs Land geschickt und auf dem Anwesen eines mysteriösen Professors untergebracht werden.

Dort entdeckt die Jüngste, Lucy, beim Versteckspielen den magischen Wandschrank, durch den sie und ihre Geschwister ins tief verschneite Narnia gelangen. Hier hat Jadis, eine weiße Hexe, die Macht an sich gerissen und den Sommer verbannt. Laut einer Prophezeihung sollen vier Menschenwesen gemeinsam mit dem rechtmäßigen Herrscher Aslan, einem Löwen, wieder Recht und Ordnung herstellen. Das Ringen um die Herrschaft kann beginnen…

"Shrek"-Regisseur am Werk
Keine leichte Aufgabe für Regisseur Andrew Adamson („Shrek“, „Shrek 2“), der von Walt Disney mit der filmischen Umsetzung betraut wurde. „Es war mien erster Film mit realen Darstellern!“, lachte er im „Krone“-Interview, der Erfolgsdruck war bei so einem bekannten und beliebten Buch besonders hoch!“ Auf Stars verzichtete man bewusst. „Uns ging es nicht um große Namen“, erklärt Produzent Marc Johnson („Rain Man“), „sondern um das Buch. Das ist der Star dieses Films!“

Berühmtheiten wie Rupert Everett und Sam Neill durften somit maximal die Stimmen von Fuchs und Löwe liefern, auf der Leinwand geben vier größtenteils völlig unbekannte Kinder ihr bemerkenswertes Debüt und bestechen durch Natürlichkeit und umwerfenden Charme.

Für die neunjährige Georgie Henley ist es wahnsinnig aufregend: „Ich kann gar nicht sagen, wie toll das alles ist“, strahlt sie über das ganze Gesicht. Kein Wunder, sieht sie sich ab nun nicht nur im Kino und auf Filmplakaten, sondern auch auf McDonald’s-Verpackungen, Schultaschen, als Plastikpuppe u.v.m. Wald Disney pulverte neben kolportierten Produktionskosten von 150 Millionen Dollar noch einmal so viel ins Marketing.

Meistgehasste Person Englands
Auch für die britische Schauspielerin Tilda Swinton („Orlando“), die bislang einen großen Bogen um Hollywood machte, eine neue Erfahrung: „Ich habe meine siebenjährigen Zwillinge, die die Bücher in- und auswendig kennen, gefragt, ob ich die böse Hexe spielen soll. Sie haben ja gesagt, also nahm ich die Herausforderung an!“ Hat sie nicht Angst, ab sofort jene Frau zu sein, vor der alle Kinder Angst haben? „Ja“, lacht sie, „ich habe mich bereits darauf eingestellt, die meistgehasste Person Englands zu sein. Kinder werden wohl zeit ihres Lebens vor mir zurückschrecken, aber das nehm ich gerne in Kauf!“

Text: Christina Krisch

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