In Tirol haben sich im vergangenen Jahr erstmals weniger als 3000 Jugendliche für eine Lehre entschieden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Lehrabbrecher und bei vielen fehlt es an grundlegenden Fertigkeiten. Wenn es um die Zukunft des Lehrberufs und den Kampf gegen den Fachkräftemangel geht, sieht Landesrätin Astrid Mair neben der Politik daher auch die Unternehmen in der Verantwortung.
„Die Betriebe sind die wichtigsten Partner, wenn es um die Zukunft der dualen Ausbildung geht. Wer seinen Lehrlingen vom ersten Tag an zeigt, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird, wer ihnen Schritt für Schritt Verantwortung überträgt und Perspektiven eröffnet, gewinnt nicht nur motivierte Nachwuchskräfte, sondern bindet sie auch langfristig ans Unternehmen“, betont die zuständige Arbeits-Landesrätin Astrid Mair von der ÖVP.
Fachwissen alleine reicht nicht
Den Lehrlingsausbildnern komme dabei eine entscheidende Rolle zu. Heute reicht es nicht mehr aus, Fachwissen und technische Fähigkeiten zu vermitteln: „Auch pädagogisch-methodische Kompetenzen sind essenziell für eine erfolgreiche Lehrlingsausbildung.“
Wir brauchen ein echtes Umdenken in der Gesellschaft, weg von alten Vorurteilen und hin zu echter Anerkennung.
LR Astrid Mair
Das Ausbilderforum Tirol unterstützt Lehrlingsausbilder in Klein- und Mittelbetrieben mit maßgeschneiderten Weiterbildungen, um den Lehrlingen die bestmögliche Ausbildung und Unterstützung während ihrer Lehrzeit zukommen zu lassen. LR Astrid Mair wirbt einmal mehr für dieses Angebot, welches eine Kooperation des Landes mit der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer und dem Gewerkschaftsbund ist. Besonders erfreut zeigt sich die Arbeits-Landesrätin darüber, dass die Industriellenvereinigung (IV) als starker Partner zugesagt hat, künftig ebenfalls im Ausbilderforum Tirol mitzuwirken: „Die IV ist ein unverzichtbarer Partner für die heimische Wirtschaft. Dass sie sich nun noch stärker einbringt, ist ein wichtiges Signal und wird unsere Arbeit in der Lehrlingsausbildung zusätzlich beflügeln.“
Weg von Vorurteilen, hin zu Anerkennung
Mair betont auch, dass es bei der Stärkung der Lehre aber nicht nur um politische Maßnahmen und das Engagement der Betriebe gehen könne. „Wir brauchen ein echtes Umdenken in der Gesellschaft, weg von alten Vorurteilen und hin zu echter Anerkennung. Jeder Lehrling ist ein Gewinn für die heimische Wirtschaft. Wer sich für eine Lehre entscheidet, legt ein starkes Fundament für sein Leben. Auf eine abgeschlossene Lehre kann man genauso stolz sein wie auf einen Studienabschluss“, betont die Landesrätin. „Wenn wir heute nicht handeln, fehlen uns morgen die Fachkräfte. Die Lehre ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und verdient den gleichen Stellenwert wie jede akademische Ausbildung.“
Sie ist, wie sie abschließend sagt, überzeugt, dass, „wenn wir Lehrlingen mehr Anerkennung und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bieten, werden wieder mehr junge Menschen diesen Karriereweg einschlagen. Die Lehre ist ein Sprungbrett für berufliche Entfaltung und als solches muss sie in den Augen der Leute wieder wahrgenommen werden.“
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