Neue NÖ-Ärzte-Obfrau

ÖGK-Zentralisierung schafft „lähmende Bürokratie“

Niederösterreich
25.07.2025 09:15

Gerade als Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte im Landhaus angelobt, fordert Dr. Dagmar Fedra-Machacek von der Krankenkasse starke Kurskorrekturen. Denn einiges ist für die neue Vertreterin in der NÖ Ärztekammer sogar rückschrittlich. Sie fordert Dezentralisierung, um das System wieder finanzierbar zu machen.

Die neue Spitze in der NÖ Ärztekammer im niedergelassenen Bereich bekleidet Dagmar Fedra-Machacek. Die kassenärztliche Allgemein- und Familienmedizinerin aus Perchtoldsdorf im Bezirk Mödling übernimmt das Amt von Max Wudy und startet gleich mit handfesten Forderungen an die Krankenkassen (ÖGK) los.

„Länder wie Dänemark zeigen uns, dass es eine regionale Planung und Steuerung braucht. Dort gilt das Prinzip: Je wohnortnäher, desto mehr wird vor Ort entschieden“, plädiert die 43-Jährige dafür, dass Gesundheitsleistungen in der Stadt anders geplant werden müssen, als am Land. „Und das kann man nicht am Reißbrett von Wien aus entscheiden“, so Fedra-Machacek.

Seit einem Jahr, wie gelähmt
Bis vor einem Jahr hatte man als NÖ Ärztekammer noch Ansprechpartner im Land, jetzt erlebe man nur noch eine „gelähmte Struktur, bei der sich die Zuständigkeiten ständig ändern“. Man brauche rasch Reformen zur Kurskorrektur, um das System besser, dezentraler und finanzierbarer zu machen. „Erfolglos versuchen wir seit zwei Jahren, teledermatologische Versorgung zu starten. Auf den Start eines Projekts zur telemedizinischen Betreuung von Herzinsuffizienz müssen die Niederösterreicher wegen fehlender Unterschriften der ÖGK noch immer warten“, betont Fedra-Machacek.

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