Als Niederösterreichs Bürgermeister-Partei sieht sich die ÖVP. Zurecht: Sie stellt jetzt 447 Ortschefs und -chefinnen, deren Durchschnittsalter gesenkt wurde. Zudem schafften mehr Frauen den Sprung in die erste Reihe.
Die Gemeinderatswahlen sind – großteils – geschlagen, in vielen Gemeinden auch die konstituierenden Sitzungen absolviert. „Das Ergebnis ist für uns besser, als es von manchen anderen herbeigesehnt wurde“, zieht Matthias Zauner Bilanz. Der ÖVP-Landesgeschäftsführer ist sichtlich zufrieden. 447 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen stellt die ÖVP ab jetzt im Land.
Zweitbestes Ergebnis
„Das ist das zweitbeste Ergebnis jemals“, sagt Zauner. Nur vor fünf Jahren konnten die Schwarzen mehr Chefsessel in den Rathäusern erklimmen. 70 Frauen stehen für die ÖVP an Gemeindespitzen, vor fünf Jahren waren es 63. Und das Durchschnittsalter der schwarzen Bürgermeister beträgt 52,6 Jahre, dieser Wert wurde im Vergleich zu 2020 um zwei Jahre gesenkt. Zauner: „Damit ist die ÖVP weiblicher und jünger geworden.“ Der jüngste ÖVP-Ortschef ist übrigens Johannes Gumprecht in Hainburg im Bezirk Bruck an der Leitha.
Erfolgsrezept verraten
Zwei Vertreter der neuen Ortschef-Garde holte Zauner gestern in St. Pölten vor den Vorhang: Doris Kirstorfer hatte in Münchendorf, Bezirk Mödling, die jahrzehntelange Vorherrschaft der SPÖ gebrochen. Manuel Zusag war dies in Lichtenwörth, Bezirk Wiener Neustadt, bereits 2020 gelungen – heuer hat er die Absolute errungen. Beide geben das gleiche „Erfolgsrezept“ an: Sie wollen die anderen Faktionen und auch die Bürger in Entscheidungen miteinbeziehen.
Aus Opposition zur Absoluten
Besonderen Stellenwert haben für Zauner die ÖVP-Erfolge in Nussdorf ob der Traisen, Wölbling, Emmersdorf an der Donau, Lengenfeld, Drösing, Berg sowie St. Martin-Karlsbach. In diesen sieben Gemeinden war die ÖVP bislang in Opposition, jetzt hat sie dort die absolute Mehrheit inne.
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