Claudia Reiterer macht Schluss: Die Starmoderatorin verlässt nach 27 Jahren mit Ende April auf eigenen Wunsch den ORF, wie die „Krone“ erfuhr.
„27 Jahre ORF – eine lange Zeit voller spannender Geschichten, wichtiger journalistischer Arbeit und unvergesslicher Live-Momente“, sagte Reiterer in einem Statement, das der ORF veröffentlichte.
Reiterer dankt Zuschauern
Und weiter: „Ich verabschiede mich mit großer Dankbarkeit – für mein Publikum, das mich so lange begleitet hat, für meine Kolleginnen und Kollegen, für all die spannenden Begegnungen und prägenden Erfahrungen, die ich mitnehmen darf.“ Reiterer wird sich künftig neuen Aufgaben in der Medienbranche widmen.
„Herausragende Journalistin“
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann würdigte Reiterer: „Mit ihrem Abschied verliert der ORF nicht nur eine herausragende Journalistin und prägende Persönlichkeit, sondern eine Instanz der politischen Berichterstattung, deren unbestechlicher Blick auf die Faktenlage und kompromisslose Präzision in der Fragestellung das Fundament unserer demokratischen Diskurskultur gestärkt haben.“
Reiterers Sendungen hätten „zu den meistgesehenen Formaten des ORF“ gehört und „Spitzenquoten mit bis zu 1,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern“ erreicht, so Weißmann.
ORF-Aus für „Im Zentrum“
Erst Ende des Jahres wurde bekannt, dass „Im Zentrum“ abgelöst werden sollte. Die Diskussionssendung lief seit 2007 im ORF, durch die Sendungen führten seither Gabi Waldner, Peter Pelinka, Elmar Oberhauser, Ingrid Thurnher und eben Claudia Reiterer. Im Jänner startete der Nachfolger „Das Gespräch“. Das neue ORF-Diskussions-Flaggschiff wird von Susanne Schnabl moderiert.
Rund 2000 Sendungen moderiert
Claudia Reiterer startete ihre ORF-Tätigkeit 1998 im Landesstudio Steiermark. Insbesondere ihre Live-Berichterstattung über die Bergwerkskatastrophe in Lassing machte sie einem breiten Publikum bekannt und zeigte ihre Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen exzellente journalistische Arbeit abzuliefern. Ab 1999 war sie als innenpolitische Journalistin im Team der „Zeit im Bild 1“ tätig, wo sie sich als Live-Reporterin etwa bei den Katastrophen in Galtür und Kaprun einen Namen machte.
In ihrer überaus erfolgreichen Karriere moderierte sie rund 2000 Sendungen, darunter „Betrifft“, „Report“, „Hohes Haus“, „konkret“, „Bürgerforum“, „Pressestunde“, „Runder Tisch“, Wahlkampfkonfrontationen und Elefantenrunden und acht Jahre lang die wichtigste politische Talksendung in Österreich, „Im Zentrum“.
Darüber hinaus übernahm sie 18 Jahre lang Führungsverantwortung: als stellvertretende Sendungsverantwortliche von „Hohes Haus“, „konkret“ und den ORF-TV-Diskussionssendungen „Im Zentrum“, „Runder Tisch“ und „Pressestunde“.
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