Spanien-Zugunglück
Wurde Lokführer durch Handy-Anruf abgelenkt?
Es wird vermutet, dass der Lokführer mit seinem Mobiltelefon beschäftigt war und deswegen den Hochgeschwindigkeitszug verspätet gebremst hat. Das, so meinen die Ermittler, könnte zumindest den Fehler des sonst sehr erfahrenen 52-Jährigen erklären, der bisher nicht wegen unvorsichtigen Fahrens aufgefallen war.
"Sicherheitssysteme haben funktioniert"
Bereits am Freitagabend wurde der Lokführer von der Infrastrukturbehörde Adif schwer belastet. Garzon hätte den Bremsvorgang gemäß den Sicherheitsvorschriften schon vier Kilometer vor der Unglücksstelle beginnen müssen, sagte Adif-Präsident Gonzalo Ferre. Alle Sicherheitssysteme hätten funktioniert, so Ferre weiter.
Trotz aller Routine fuhr Garzon am Mittwoch laut Ermittlern mit 190 statt der dort erlaubten 80 km/h in die Unglückskurve ein - was er mittlerweile zugegeben haben soll. Über den Grund für die weit überhöhte Geschwindigkeit soll er sich noch nicht geäußert haben, so die Behörden.
Vorwurf der fahrlässigen Tötung
Viel länger wird der Lokführer, der am Samstag aus dem Spital entlassen und danach verhaftet wurde, aber nicht mehr schweigen können. Am Sonntag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Unterdessen läuft die Auswertung des Fahrtenschreibers weiter und wird noch voraussichtlich ein paar Tage dauern.












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