Nach der Messer-Attacke auf eine 73 Jahre alte Frau am Grazer Leonhardfriedhof herrscht immer noch Angst. Die Pfarre bietet nun einen Begleitdienst für die Grabpflege an.
Bereits am 29. Jänner geschah die schreckliche Tat: Als eine 73-jährige Grazerin das Grab ihres Mannes am Leonhardfriedhof besuchen wollte, wurde sie von einem Unbekannten mit einem Stanley-Messer attackiert. Scheinbar wollte der Mann ihr die Kehle durchschneiden. Nach Wochen im nahen LKH-Universitätsklinikum Graz überlebte die Frau knapp.
Seither fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Hinweise aus der Bevölkerung gingen ein und wurden überprüft, das Opfer hat man befragt, sein Umfeld durchleuchtet, auf Friedhöfen sind nach wie vor mehr Streifen unterwegs – und dennoch: Es gibt keine Spur, wer der Täter gewesen sein könnte. Die Polizei bittet nach wie vor, sich mit sachdienlichen Hinweisen zu melden.
Vor allem Ältere wünschen sich Sicherheit
Verständlicherweise ist die Unsicherheit in der Pfarrgemeinde groß. Pfarrer Johann Schrei reagiert jetzt: Nachdem vor allem ältere Menschen Sorgen geäußert hatten, startet laut „Kleine Zeitung“ am Freitag ein Begleitdienst. Jeweils um 15 Uhr trifft sich eine ganze Gruppe, angeführt von Mitarbeitern der Pfarre, am Kirchplatz, dann geht man gemeinsam an die Gräber. Zumindest bis Ostern soll das Angebot aufrecht bleiben. Wer möchte, kann sich auch als Begleiter freiwillig melden.
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