17.07.2013 16:53 |

Suche nach Lösung

Häupl: "Niemand wird Sängerknaben im Stich lassen"

Die Österreicher sind offenbar noch geteilter Meinung über das Für und Wider einer Subventionierung der Wiener Sängerknaben - rund die Hälfte der Teilnehmer an einem aktuellen krone.at-Voting (siehe Infobox) sagt Ja zu einer Finanzspritze, der Rest ist dagegen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl stellte nun aber klar: "Weder der Bund noch sonst wer wird die Sängerknaben im Stich lassen."

Als eine seiner letzten Amtshandlungen als Präsident der Wiener Sängerknaben hat Senator Walter Nettig (78), der Ende August seinen Hut nimmt, dem weltberühmten Knabenchor noch einen enormen Dienst erwiesen: Er machte via "Krone" das drohende Finanzdebakel öffentlich.

Häupl: "Meinung des Rechnungshofes ist kein Gesetz"
Der Rechnungshof hatte "versteckte Subventionen" kritisiert, da der Verein bislang keine Miete für das Palais im Augarten zahlen musste. Mehr als 200.000 Euro Jahresmiete fordert die Republik daher nun für die Nutzung des prächtigen Palais im Wiener Augarten. "Die Meinung des Rechnungshofes ist a priori kein Gesetz", konterte daraufhin Stadtchef Häupl. Die jetzt geforderten 200.000 Euro Miete sind für Nettig "unfinanzierbar - und die Beiträge für die Eltern werden sicher nicht erhöht".

Mitterlehner: "Ziel ist eine rechtlich einwandfreie Lösung"
Wie das Problem gelöst wird, ist noch offen. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner erklärte, dass die zuständige Burghauptmannschaft bereits daran arbeite, "eine vernünftige Lösung mit den Sängerknaben zu finden". Die Bandbreite reiche von einer unentgeltlichen Nutzung bis zu gezielten Kultur- und Tourismusförderungen. "Das Ziel ist eine rechtlich einwandfreie Lösung", hieß es aus dem Büro des zuständigen Ministers.

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