Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie spielt im neuen Kinofilm „Samia“ (ab sofort im Kino) über eine junge somalische Sportlerin mit. Die „Krone“ sprach mit ihr über ihren jahrzehntelangen Kampf für Gleichberechtigung und ihre Wünsche für die Zukunft der Frauen in Afrika.
Das Sport-Drama „Samia“ beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte einer somalischen Sportlerin, die auf der Suche nach einem besseren Leben ein tragisches Ende findet: „Samias Geschichte geht mir ans Herz. Sie könnte ein Vorbild für junge Frauen in Somalia sein. Stattdessen wurde sie mit dem Tod bedroht und musste fliehen. Sie hat ihren Mut mit dem Leben bezahlt. Für mich ist sie eine Heldin und ich werde dafür sorgen, dass sie nicht in Vergessenheit gerät“, erzählt Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie („Wüstenblume“) über das Kinoprojekt. Sie werde noch heuer ein Sportprogramm für junge Athletinnen in Afrika starten. Es soll „Samia“ heißen. Die Gage für die Rolle, die sie im Film spielt, habe sie zudem an ihre Desert Flower Foundation weitergegeben.
Denn die Situation von Frauen sei in einigen afrikanischen Ländern weiterhin schlecht, erklärt sie im „Krone“-Interview: „Frauen sind das Rückgrat der afrikanischen Gesellschaft. Nichts würde ohne Frauen in Afrika funktionieren. Trotzdem gibt es afrikanische Länder, in denen Frauen immer noch ohne Rechte sind und schon als kleine Mädchen brutal unterdrückt werden. Der Grund dafür ist die lächerliche Angst schwacher und unsicherer Männer vor der Klugheit und Stärke der Frauen.“ Dennoch habe sie Hoffnung: „Die Zeiten ändern sich und wir Frauen sind auf der Überholspur.“
Sie kämpfe weiter für gleiche Rechte aller Menschen: „Wir müssen endlich lernen, uns mit Respekt und Liebe zu begegnen, friedlich miteinander umzugehen und damit aufhören, Mutter Erde, auf und von der wir alle leben, kaputtzumachen.“
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