Irrer Zwist um die Musikauswahl! Beim „Winterzauber“ der Salzburg Linien fetzten sich mehrere Mitarbeiter. Die Polizei musste anrücken und die Streithansln trennen. Selbst das Rote Kreuz war vor Ort. Jetzt drohen harte Konsequenzen ...
Als Discjockey hat man es auf einer Weihnachtsfeier nicht leicht. Es gilt, den Musikgeschmack aller Anwesenden zu treffen. Die einen wollen es lieber besinnlich, freuen sich über Lieder wie „Last Christmas“ oder „Feliz Navidad“. Andere wiederum wollen Partyklassiker und Schlagermusik, der Rest aktuelle Nummern aus den Hitparaden. Streit scheint da programmiert.
Bei der Weihnachtsfeier der Salzburg Linien lief eine solche musikalische Auseinandersetzung vergangene Woche allerdings derart aus dem Ruder, dass die Polizei einschreiten musste!
Das Unternehmen lud am Donnerstag alle Mitarbeiter der Salzburger Lokalbahn und der Obusse zum „Winterzauber“ in die Remise in der Alpenstraße. Die Stimmung? Zunächst friedlich, aber ausgelassen. Kurz nach 21 Uhr eskalierte die Situation dann aber. Laut Augenzeugen gerieten gleich mehrere Personen unterschiedlicher Nationalitäten wegen der Musikauswahl auf der Feier aneinander. „Die wollten jeweils die Lieder der anderen einfach nicht hören“, sagt ein Teilnehmer der „Krone“.
Plötzlich flogen die Fäuste, andere Mitarbeiter der Salzburg Linien versuchten die rabiaten Streithanseln voneinander zu trennen – vergeblich!
Unternehmen distanziert sich von Radaubrüdern
Schließlich rief man die Polizei. Die Beamten rückten schnellstmöglich an, konnten die Lage klären. Auch das Rote Kreuz war vor Ort. Gegenüber der „Krone“ wollte man sich seitens Exekutive und Rettung nicht zu dem Vorfall äußern. Es habe sich um eine „private Feier“ gehandelt. Die Salzburger Linien selbst zeigten sich da schon deutlich gesprächiger. „Grundsätzlich wird ein derartiges Verhalten auf dem Betriebsgelände nicht geduldet, die Salzburg Linien verurteilen den Vorfall auf das Schärfste und distanzieren sich davon“, sagt Sprecher Harald Haidenberger.
Er selbst hat den Vorfall nicht mitbekommen, hatte zum Zeitpunkt des Streits die Feier bereits verlassen. Frank Conrads, Betriebsrat der Salzburger Obus-Fahrer, sagt: „Es war eine unangenehme Situation, ein Zwischenfall privater Natur. Mit dem Unternehmen hatte das Ganze nichts zu tun, das ist mir wichtig.“
Die polizeilichen Ermittlungen sind jedenfalls noch nicht abgeschlossen. Die Streithanseln wurden und werden einvernommen.
Aggro-Buslenkern droht der Rausschmiss
Was passiert nun mit den rabiaten Mitarbeitern? Müssen sie um ihre Arbeitsplätze zittern? Ihnen stehen jedenfalls harte Zeiten bevor! Haidenberger: „Nach Vorliegen des entsprechenden Polizeiberichtes werden die dienstrechtlichen Konsequenzen geprüft.“
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