Für die eigene Stromversorgung nehmen die Orte viel Geld in die Hand. Dabei ist die Wasserkraft wieder hoch im Kurs. Die Bauten rentieren sich in der Zukunft. Auch Photovoltaikanlagen stehen weiter hoch im Kurs und sollen künftige Budgets entlasten.
Wenn alle Anlagen fertiggestellt sind, können wir 80 bis 90 Prozent des Strombedarfs der Gemeinde selber decken“, berichtet der Grödiger Bürgermeister Herbert Schober. Auf dem Dach der neuen Volksschule in Fürstenbrunn wird eine große Photovoltaikanlage mit 220 kWp entstehen. Zusätzlich plant die Gemeinde ein Wasserkraftwerk am Almkanal. „Dieses wird 500.000 Kilowattstunden pro Jahr produzieren“, so der Ortschef. Eine Investition von rund 1,7 Millionen Euro ist dafür nötig. Schober ist von der eigenen Stromerzeugung überzeugt: „Wir merken die bestehenden Anlagen recht deutlich im Budget.“ Sprich: die laufenden Energiekosten sind klar gesunken und der Gemeinde bleibt Geld für andere Projekte.
Ähnlich macht es die Gemeinde Bergheim. An der Fischach entsteht gerade ein neues Wasserkraftwerk. Der komplette Strom wird von der Gemeinde verwendet werden. Kostenpunkt: 4,3 Millionen Euro netto. Das Kraftwerk schafft eine Jahresleistung von 1,3 Millionen Kilowattstunden, erklärt Bürgermeister Robert Bukovc, der wie berichtet, an andere Stelle sparen will. Etwa soll es künftig mehr Sanierungen statt Neubauten geben.
Eugendorf verteilt Strom über Energiegemeinschaft
Rein auf Photovoltaikanlagen setzt Eugendorf. Im Herbst ist die neue Anlage am Dach des Wirtschaftshofes in Betrieb gegangen. „Ein Stromüberschuss kann auch in anderen Gemeindeeinrichtungen verwendet werden. Über die Energiegemeinschaft kann der erzeugte Strom so auch 'Spitzen' in unserem Seniorenwohnhaus, Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen abdecken“, sagt Ortschef Robert Bimminger. Damit noch nicht genug: Kommendes Jahr soll eine weitere große Anlage am Dach der Schulsporthalle errichtet. Diese liefert dann direkt Strom an die Schulen und die Gemeinde. Der Rest wird über die Energiegemeinschaft eingespeist.
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