Die Krisenhilfe OÖ gibt Ratschläge für eine stressfreie Zeit rund um Weihnachten und bietet rund um die Uhr Unterstützung an. So darf man alle gesellschaftlichen Erwartungen über Bord werfen, sich zu Weihnachten auch alleine wohlfühlen und ohne Schuldgefühle auf die eigenen Bedürfnisse achten.
Was brauche ich selbst, damit ich mich wohlfühle? Ist es okay, auf den Wettkampf um die schönste Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten, und reicht nicht auch einfach ein Kerzerl? Darf ich, wenn ich mich nicht wohlfühle, das Familienessen am 24. Dezember ausfallen lassen? Die einfache Antwort lautet: ja. So zumindest will die Krisenhilfe OÖ jenen Menschen Mut machen, die sich jedes Jahr erneut stressen, um die Weihnachtszeit über die Runden zu bringen.
„Es darf mit Traditionen gebrochen werden“
„Zu Weihnachten ist die Sehnsucht nach Geborgenheit und einer heilen Welt besonders groß. Aus diesem Grund geht es vor allem darum, Erwartungshaltungen genau unter die Lupe zu nehmen und gezielt Maßnahmen zu setzen, die Weihnachten den Druck nehmen. Dies kann sich individuell sehr unterschiedlich gestalten – am Anfang steht die Frage, was ich persönlich brauche, um die Feiertage möglichst entspannt genießen zu können“, sagt Katja Sieper, Leiterin der Krisenhilfe. „Es geht darum, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen, sich den Gefühlen wie Wut, Ärger oder Frust zu stellen“, meint Psychologe Martin Schmid.
25 Psychologen und Sozialarbeiten sind rund um die Uhr da
Denn gerade nach den Feiertagen klingelt das Telefon der Krisenhilfe (0732/2177) besonders oft. 25 Psychologen und Sozialarbeiter hören sich Probleme der Anrufer an, helfen mit guten Ratschlägen. „Wenn man bei uns anruft, ist man nicht allein. Das sollte jedem bewusst sein“, so Schmid. Und oft hilft ein kurzes Gespräch, um mit der persönlichen Notsituation besser fertig werden zu können. „Wirklich erwachsen ist man dann, wenn man sich erlaubt, zu Weihnachten vielleicht nicht zur Familie zu fahren – zumindest dann, wenn man das nicht möchte. Denn es darf sehr wohl auch mit Traditionen gebrochen werden“, so Sieper.
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