Erinnerungsbäume

Netzwerk Gegen das Vergessen der „stillen Geburt“

Tirol
24.10.2024 19:00

Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ konnte 34 Tiroler Gemeinden überzeugen, in der Adventszeit einen Gedenkbaum an „Sternenkinder“ aufzustellen. Betroffene können ihre Trauer zum Ausdruck bringen, indem sie einen der 3000 Holzsterne - zur Verfügung gestellt von der HTL Imst - auf das Bäumchen hängen.

Wenn ein Leben schon zu Ende ist, bevor es begonnen hat, ist die Trauerbewältigung für die betroffenen Eltern besonders schwer. Gemäß der Vorstellung, dass die nahe dem Geburtstermin verstorbenen Kinder als Sterne am Himmel leuchten, werden sie Sternenkinder genannt. Dank des Netzwerks „Gesund ins Leben“ vom Roten Kreuz leuchtet das Licht speziell um die Advents- und Weihnachtszeit besonders hell auf diese Himmelsgeschöpfe.

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Die Bäume für das Erinnern an Sternenkinder standen im Vorjahr in sieben Gemeinden, heuer machen bereits 34 mit.

Michele Liussi, „Gesund ins Leben“.

In 34 Gemeinden werden Erinnerungsbäumchen stehen
Die Institution rief im vergangenen Jahr eine tirolweite Initiative mit Gedenkbäumen ins Leben, zurzeit wird die zweite Auflage organisiert. „Die Bäume für das Erinnern an Sternenkinder standen im Vorjahr in sieben Gemeinden, heuer machen bereits 34 mit“, erläutert Michele Liussi von „Gesund ins Leben“. Mit im Boot sind die Eltern-Kind-Zentren (EKIZ) aus Imst und Landeck. 

3000 Holzsterne als Zeichen des Erinnerns
Ab der Adventszeit können Betroffene und Angehörige mit dem Aufhängen von selbst beschrifteten Holzsternen ein Erinnerungszeichen an die „stille Geburt“, die früher auch Fehlgeburt genannt wurde, setzen. Die HTL Imst fertigte 3000 Holzsterne an und übergab sie kürzlich gratis an Vertreterinnen der Aktion. Sie werden in den mitwirkenden Gemeinden unter den gut gekennzeichneten Bäumchen etwa bis Anfang Januar zur Verfügung stehen.

Alle Standorte – oft sind es auch Friedhöfe – werden termingerecht auf www.gesundinsleben.at publiziert. Fix ist bereits ein „Logenplatz“ in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße als Zeichen des Erinnerns an das zu kurze Leben.

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